Tesvolt bringt 500-kWh-Batteriespeicher PowerCore G-2 auf den Markt
Rendering: Tesvolt AGNeue Speicherstrategie bei Tesvolt: Hardware und Software getrennt gedacht
Tesvolt richtet seine Speicherstrategie neu aus und setzt künftig auf eine Kombination aus externer Hardware und eigener Software. Der neue 500-kWh-Batteriespeicher PowerCore G-2 basiert auf Systemen des chinesischen Herstellers WHES, ergänzt um Tesvolts eigene Steuerungs- und Sicherheitssoftware.
Laut Unternehmen reagiert Tesvolt damit auf veränderte Marktbedingungen. „Bis vor Kurzem waren Gewerbespeicher aus deutscher Fertigung noch wettbewerbsfähig“, sagt CTO und Co-Founder Simon Schandert. Inzwischen hätten chinesische Anbieter technologisch ausgereifte Systeme zu deutlich niedrigeren Kosten entwickelt.
Tesvolt übernimmt die Auswahl, Prüfung und Integration der Systeme. Zudem bleibt das Unternehmen zentraler Ansprechpartner für Planung, Bau, Betrieb und Vermarktung der Speicherlösungen.
500-kWh-Batteriespeicher für Gewerbe und kleinere Utility-Projekte
Der PowerCore G-2 ist für Anwendungen in Gewerbe, Industrie und kleinere Utility-Scale-Projekte ausgelegt. Das System verfügt über eine Speicherkapazität von 500 Kilowattstunden und nutzt Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) des Herstellers CATL.
Als Outdoor-Lösung konzipiert erfüllt der Batteriespeicher die Korrosionsschutzklasse C5. Damit eignet er sich auch für anspruchsvolle Umgebungen wie Küstenregionen. Der Betrieb ist laut Hersteller bei Temperaturen von –20 bis +55 Grad Celsius möglich. Zudem erfüllt das System die Anforderungen der VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4110. Ein Wechselrichter ist bereits integriert, ebenso ein mehrstufiges Sicherheitskonzept mit aktiven und passiven Brandschutzmaßnahmen.
Wirtschaftlichkeit verbessert sich durch geringere Systemkosten
Durch die neue Beschaffungsstrategie sollen die Systemkosten deutlich sinken. Das wirkt sich direkt auf die Wirtschaftlichkeit aus. Tesvolt gibt an, dass sich der Batteriespeicher bei einer Nutzung zur Lastspitzenkappung in etwa vier Jahren amortisieren kann. Auch Renditen zwischen 20 und 25 Prozent seien möglich. Darüber hinaus lassen sich Multi-Use-Anwendungen und dynamische Stromtarife wirtschaftlicher nutzen.
Eigene Software soll Cybersicherheit stärken
Ein zentraler Bestandteil des Systems ist die von Tesvolt entwickelte Software. Sie umfasst unter anderem ein Gateway, ein Energiemanagementsystem und den Tesvolt Energy Controller. „Updates erfolgen über kontrollierte, temporär freigegebene Schnittstellen, und die Datenkommunikation ist vollständig verschlüsselt“, erklärt Leonard Friese, Produktverantwortlicher bei Tesvolt. Ziel sei es, die Cybersicherheit zu erhöhen und die Kontrolle über das Gesamtsystem unabhängig vom Hardwarelieferanten zu behalten.
Markteinführung ab Mai 2026
Die eingesetzte Hardware ist laut Hersteller WHES bereits in mehr als 1.000 Projekten weltweit im Einsatz. Tesvolt plant, den PowerCore G-2 ab Mai 2026 auszuliefern.
Quelle: Tesvolt AG | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH