EEG-Ausschreibung: Wind überzeichnet, Aufdach-Photovoltaik unterzeichnet

Geldmünzen auf Photovoltaik-Modulen, die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der aktuellen EEG-Ausschreibung für Windenergie an Land und Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden veröffentlicht.Foto: alphaspirit / stock.adobe.com
Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert für Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden betrug im Februar 9,56 Cent/kWh.
Bei den EEG-Ausschreibungen am 1. Februar 2026 war die Gebotsmenge mehr als doppelt so groß wie die ausgeschriebene Leistung. Gebote für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden umfassten nur etwas mehr als die Hälfte der zur Verfügungen stehenden Leistung.

Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der EEG-Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land und Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden zum Gebotstermin 1. Februar 2026 veröffentlicht. „Die Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land war wie in der vorherigen Gebotsrunde stark überzeichnet. Die Zuschlagswerte sanken abermals deutlich”, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. „Bei der Ausschreibung für Aufdach-Solaranlagen lag die eingereichte Gebotsmenge unterhalb des ausgeschriebenen Volumens, die Zuschlagswerte blieben dennoch stabil.”

EEG-Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land

Bei einer ausgeschriebenen Menge von 3.445 Megawatt (MW) haben Investoren 924 Gebote mit einer Gebotsmenge von 7.858 MW eingereicht. Dies entspricht laut Bundesnetzagentur in etwa dem Niveau der vorherigen Gebotsrunde. Die Ausschreibung war damit stark überzeichnet. Es konnten 439 Gebote mit einer Zuschlagsmenge von 3.445 MW einen Zuschlag erlangen. 24 Gebote musste die Behörde vom Zuschlagsverfahren ausschließen.

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 5,19 Cent/kWh und 5,64 Cent/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert sank gegenüber der Vorrunde erneut deutlich auf 5,54 Cent/kWh. In der Vorrunde waren es noch 6,06 Cent/kWh. Dies ist der geringste Wert seit der Ausschreibung im Februar 2018.

Das größte Zuschlagsvolumen ergibt sich für Gebote für Standorte in Niedersachsen (957 MW, 96 Zuschläge), gefolgt von Standorten in Nordrhein-Westfalen (661 MW, 100 Zuschläge), Sachsen-Anhalt (438 MW, 53 Zuschläge) und Brandenburg (396 MW, 60 Zuschläge). Auf die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg entfallen insgesamt lediglich zwei Prozent des Zuschlagsvolumens.

Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden

Bei einer ausgeschriebenen Menge von 283 MW für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden haben Investoren 98 Gebote mit einer Gebotsmenge von 177 MW eingereicht. Dies war deutlich weniger als in der letzten Ausschreibung. Im Oktober 2025 lag die eingereichte Gebotsmenge bei 310 MW. Die Bundesnetzagentur musste in dieser Runde 13 Gebote vom Zuschlagsverfahren ausschließen. Somit hat sie 85 Gebote mit einem Volumen von 155 MW zum Zuschlagsverfahren zugelassen, die alle einen Zuschlag erhielten. Die Ausschreibung für Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden war damit unterzeichnet.

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte reichen von 7,88 Cent/kWh bis 10,00 Cent/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt mit 9,56 Cent/kWh leicht unterhalb des Wertes der Vorrunde, der 9,66 Cent/kWh betrug. Das ist unterhalb des für die Ausschreibungen in diesem Jahr geltenden Höchstwerts von 10,00 Cent/kWh.

Die meisten Zuschläge entfallen auf Gebote für Standorte in Nordrhein-Westfalen (50 MW, 24 Zuschläge), gefolgt von Niedersachsen (17 MW, 12 Zuschläge) und Brandenburg (17 MW, 9 Zuschläge).

Informationen zu den Gebotsterminen für Windenergie an Land und Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden sind auf der Seite der Bundesnetzagentur unter den nebenstehenden Verlinkungen zu finden.

Die nächste Ausschreibungsrunde für Windenergieanlagen an Land findet am 1. Mai 2026 statt. Die nächste EEG-Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden folgt am 1. Juni 2026.

Quelle: Bundesnetzagentur | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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