Analyse: Abschaffung der Einspeisevergütung träfe 90 Prozent aller PV-Anlagen
Foto: AHatmaker / stock.adobe.comEine Abschaffung der Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen kleiner 25 Kilowatt (kW) würden bezogen auf den aktuellen Bestand in Deutschland 90 Prozent aller Photovoltaik-Anlagen betreffen. Diese Rechnung macht das Unternehmen Aroundhome auf. Es hat dafür fünf Millionen Datensätze aus dem Marktstammdatenregister bei der Bundesnetzagentur ausgewertet.
Die Analyse ist dabei rein exemplarischer Natur. Denn keine der bestehenden PV-Anlagen würden ihr Anrecht auf EEG-Vergütung verlieren. Eine Abschaffung der Vergütung, wie von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ab 2027 ins Gespräch gebracht, würde nur für Neuanlagen gelten.
Kaum PV-Anlagen größer 25 kW in Großstädten
Die Anlayse zeigt deutliche strukturelle Unterschiede zwischen Städten und Regionen. Insbesondere in deutschen Großstädten seien fast ausschließlich kleine Anlagen installiert. So erreichen in Berlin nur 0,5 Prozent der Anlagen die 25-kW-Grenze. In Dresden und Bonn liege der Anteil bei jeweils rund 0,6 Prozent. Städte wie Leipzig und Jena kämen auf 0,8 Prozent, München, Duisburg und Potsdam auf jeweils rund 0,9 Prozent.
Deutlich höhere Anteile finden sich in kleineren Städten. So erreiche Ravensburg 7,2, Ahlen 6,6 Prozent und Dorsten 6,4 Prozent.
Im Bundesländervergleich sind es vor allem die Stadtstaaten, die kaum größere Anlagen jenseits 25 kW aufwiesen. So liegt der Anteil größerer Einheiten in Hamburg bei 1,1 Prozent und in Bremen bei 1,4 Prozent. In Sachsen sind es 2,1 Prozent und im Saarland 2,2 Prozent. Entsprechend der hohen Zahl an Freiflächenanlagen weisen die südlichen und nördliche Flächenländer eine höhere Quote aus: Bayern: 7,8 Prozent, Schleswig-Holstein: 6,6 Prozent und Niedersachsen: 6,0 Prozent.
Insgesamt ergibt sich ein bundesweiter Durchschnitt von nur 3,5 Prozent.
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