Evangelische Kirche realisiert erste PV-Projekte für eigenen Fonds

Vier Personen bei der Handschlag-Übergabe von Aufdach-PV-Anlagen auf dem Dach einer Kita in Berlin.Foto: EB-SIM
Vertreter der Kirche, der AWO und der Kitas freuen sich über die neuen Aufdachanlagen.
Die Evangelische Kirche hat die ersten Photovoltaik-Vorhaben für ihren Nachhaltigkeitsfonds Kirchlicher Energiekreislauf realisiert. Die beiden Aufdachanlagen versorgen Kitas in Berlin.

Die Evangelische Kirche in Deutschland investiert über ihren Vermögensverwalter “EB – Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM)” in hiesige Photovolatik-Projekte. Dafür hat die EB-SIM den Fonds „EB Kirchlicher Energiekreislauf“ aufgelegt. Für diesen hat sie nun die ersten Photovoltaik-Projekte ans Netz gebracht. Auf den Dächern der beiden Kindertagesstätten „Märcheninsel“ und „Grashüpfer“ des AWO Kreisverbands Berlin Südost e.V. produzieren nun erstmals Solaranlagen Strom für den kirchlichen Energiewendefonds.

Mit einer Gesamtleistung von 139 kWp erzeugen die Aufdachanlagen künftig jährlich rund 132 Megawattstunden (MWh) erneuerbaren Strom. Ein großer Teil davon wird direkt in den Einrichtungen vor Ort verbraucht, der überschüssige Strom in das öffentliche Netz eingespeist.

„Mit dem Abschluss der Installation auf den Dächern der Kitas wird der Kirchliche Energiekreislauf Realität“, sagt Florian Lüders, Leiter Projektentwicklung bei der EB-SIM. „Bundesweit arbeiten wir gemeinsam mit Kirche und Sozialwirtschaft an der Energiewende. Dass wir nun die ersten Projekte ans Netz bringen konnten, ist ein bedeutender Schritt für uns.“

Dazu haben Evangelische Bank, EB-SIM sowie der AWO Kreisverband gut kooperiert. „Das Konzept der EB-SIM kam für uns genau zum richtigen Zeitpunkt. Ohne eigene Investition beziehen wir nun langfristig grünen Strom zu günstigen Konditionen. So funktioniert aktiver Klimaschutz – dezentral, wirtschaftlich tragfähig und mit direktem Nutzen vor Ort“, so Kai-Uwe Lindloff, Fachbereichsleitung Kindertagesstätten und Horte/offener Ganztag bei AWO Berlin Kreisverband Südost e.V.

Kirchlicher Energiekreislauf will EE-Portfolio aufbauen

Der Fonds „EB Kirchlicher Energiekreislauf“, ein Artikel-9-Fonds gemäß EU-Offenlegungsverordnung, wurde speziell für kirchliche und kirchennahe institutionelle Investoren entwickelt. Ziel sei der systematische Aufbau eines Portfolios dezentraler Erneuerbare-Energien-Anlagen im Umfeld von Kirche, Diakonie und weiteren gemeinwohlorientierten Einrichtungen.

Der Fonds plant, entwickelt und betreibt bundesweit Wind- und Photovoltaikanlagen. Weitere Projekte seien u. a. im Bereich von Kirchengemeinden, diakonischen Einrichtungen und Bildungsträgern in Vorbereitung.

Die EB-SIM ist ferner einer der führenden Asset Manager für ethisch-nachhaltige Investments. Der Fokus liegt auf Multi-Asset und erneuerbare Energien Investments. Das Unternehmen mit Sitz in Kassel ist eine Tochter der Evangelischen Bank (EB). Die EB-SIM beschäftigt über 80 Mitarbeitende und verwaltet ein Vermögen von mehr als 6,5 Milliarden Euro.

Quelle: EB-SIM | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Schließen