PV-Ausbau im April sinkt auf knapp 1,2 Gigawatt

Die Abbildung zeigt ein Säulendiagramm mit orangefarbenen Balken, Zeitraum April 2025 bis April 2026, Angabe Bruttoleistung in Megawatt für den monatlichen Nettozubau Solare Strahlungsenergie.Grafik: Bundesnetzagentur
Der PV-Zubau im April 2026 liegt unter dem Vormonat März, jedoch etwas über dem Vorjahresmonat April 2025.
Im April ist der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland gegenüber März von 1,4 GW auf knapp 1,2 GW gefallen. Auch die Windenergie an Land sank von 432 MW im Vormonat auf 277 MW im April, während die Offshore-Windenergie einen Zubau von 203 MW verzeichnete (März: 182 MW).

Im April 2026 betrug der PV-Ausbau in Deutschland 1.160 MW (Netto-Zubau, siehe Grafik). In dieser Zahl der Bundesnetzagentur ist ein Aufschlag von 10 Prozent enthalten, da die Behörde von Nachmeldungen innerhalb der einmonatigen Registrierungspflicht im Marktstammdatenregister ausgeht.

Im Vergleich zum Vormonat war dies ein Verlust, denn im März hatte der Photovoltaik-Zubau noch 1.483 Megawatt betragen. Im Vergleich zum Vorjahr 2025 ergibt sich ein leichter Zuwachs um 90 MW (April 2025: 1.069 MW). Um das zurzeit gültige Ausbauziel von 215 GW im Jahr 2030 zu erreichen, ist in Zukunft ein durchschnittlicher Photovoltaik-Zubau von monatlich 1.653 MW erforderlich.

114 Photovoltaik-Freiflächenanlagen haben mit 526,7 MW den größten Anteil der neuen Solarleistung geliefert. Gebäudeanlagen trugen 428 MW zum Photovoltaik-Ausbau im April 2026 bei. Balkonkraftwerke haben insgesamt 61,5 MW Leistung beigesteuert. In diesen Zahlen der Bundesnetzagentur ist kein 10-prozentiger Aufschlag enthalten.

Die Tabelle zeigt für die Jahre 2022 bis 2025 summiert und jeweils den Zeitraum Januar bis April 2026, Anzahl und Leistung in Megawatt solarer Strahlungsenergie für Solaranlage: steckerfertig, auf Gebäuden, in Freiflächen und Sonstige.

Windenergie-Ausbau im April sinkt

Bei der Windenergie an Land gab es einen Einbruch. Für den April 2026 ging der Zuwachs der Windenergie an Land von 432 MW im März auf 277 MW zurück. Um das derzeit geplante Ziel von 115 GW im Jahr 2030 zu erreichen, wären allerdings monatlich 816 MW Zubauleistung nötig.

Die Abbildung zeigt ein Säulendiagramm mit taubenblauen Balken, Zeitraum April 2025 bis April 2026, Angabe Bruttoleistung in Megawatt für den monatlichen Nettozubau Windenergie an Land.

Offshore sind im April 203 MW neu ans Netz gegangen. In diesem Segment sind monatlich 350 MW für die Zielerreichung von 30 GW bis 2030 erforderlich. Da es nur sehr wenige, aber dafür sehr große Offshore-Projekte gibt, steigen die Zubauzahlen in diesem Segment immer dann stark an, wenn ein neuer Windpark im Meer in Betrieb geht. So lag der Dezember 2025 mit 503 MW Zubau über dem Soll.

Die Abbildung zeigt ein Säulendiagramm mit auberginenfarbenen Balken, Zeitraum April 2025 bis April 2026, Angabe Bruttoleistung in Megawatt für den monatlichen Nettozubau Windenergie auf See.

Stromerzeugungsanlagen, die Biomasse nutzen, kamen im März 2026 mit 4 MW Leistung hinzu. Bei der Bioenergie gibt das EEG einen Rückbau um 14 MW pro Monat vor, um das Ziel von 8,4 GW im Jahr 2030 zu erreichen.

Die Abbildung zeigt ein Säulendiagramm mit grasgrünen Balken, Zeitraum April 2025 bis April 2026, Angabe Bruttoleistung in Megawatt für den monatlichen Nettozubau Biomasse.

Weitere Informationen und Grafiken der Bundesnetzagentur zum monatlichen Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland sind unter diesem Link zu finden.

Quelle: Bundesnetzagentur | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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