RWE baut Solarpark mit Großspeicher im Tagebau Hambach

Foto: RWE AG
Im Tagebau Hambach hat RWE mit dem Bau des Solarparks „Manheimer Bucht“ begonnen. Erste Unterkonstruktionen und PV-Module sind bereits installiert.
RWE erweitert den Ausbau erneuerbarer Energien im Rheinischen Revier um einen weiteren Solarpark mit Batteriespeicher. In der sogenannten „Manheimer Bucht“ im Tagebau Hambach entstehen 16,5 MWp Photovoltaikleistung sowie ein 80-MWh-Batteriespeicher. Das Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung ehemaliger Tagebauflächen für die Energiewende und den regionalen Strukturwandel.

RWE hat mit dem Bau einer neuen Freiflächen-Solaranlage im im südlichen Bereich des Tagebaus Hambach begonnen. Der Solarpark „Manheimer Bucht“ entsteht auf dem Gebiet der Kolpingstadt Kerpen im Rhein-Erft-Kreis. Auf einer Fläche von rund 20 Fußballfeldern installiert das Unternehmen insgesamt 25.300 Solarmodule. Die Anlage soll Ende 2026 fertiggestellt werden und eine Leistung von 16,5 Megawatt peak beziehungsweise 14,8 MWac erreichen. Nach Angaben von RWE kann der erzeugte Strom rechnerisch rund 5.000 Haushalte pro Jahr versorgen.

Die „Manheimer Bucht“ bildet künftig das südliche Ende des Hambacher Tagebausees. Bis zur Flutung der Fläche vergehen jedoch mehrere Jahrzehnte. Diese Übergangszeit nutzt RWE, um geeignete und genehmigte Flächen für den Ausbau erneuerbarer Energien bereitzustellen.

Batteriespeicher mit 80 MWh geplant

Ergänzt wird der Solarpark durch einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 80 Megawattstunden. Der Baustart für den Speicher ist im Sommer vorgesehen. Die Inbetriebnahme plant RWE für Ende 2026.

Mit der Kombination aus Solarpark und Speicher verfolgt das Unternehmen das Ziel, Solarstrom flexibler ins Netz einzuspeisen und die Netzstabilität zu erhöhen. Hybridprojekte aus Photovoltaik und Batteriespeichern gewinnen derzeit insbesondere für Stadtwerke, Direktvermarkter und Netzbetreiber an Bedeutung.

Kommunale Beteiligung im Rheinischen Revier

Im Tagebau Hambach sind bereits ein Batteriespeicher und drei Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 61 Megawatt peak in Betrieb. RWE betreibt diese Anlagen gemeinsam mit der Neuland Hambach GmbH. In der Gesellschaft sind die Anrainerkommunen Elsdorf, Jülich, Kerpen, Merzenich, Niederzier und Titz zusammengeschlossen.

Im Rahmen der Kooperation haben die Kommunen die Möglichkeit, sich auch an dem neuen Projekt in der Manheimer Bucht zu beteiligen.

Stimmen zum Projekt

Sopna Sury, CEO RWE Renewables Europe & Australia, betont die strategische Bedeutung des Projekts für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Rheinischen Revier. Durch die Kombination aus Photovoltaik und Batteriespeicher könne RWE Solarstrom flexibler bereitstellen und zugleich die Zusammenarbeit mit Kommunen vor Ort stärken.

Auch Lars Kulik, Vorstandsmitglied von RWE Power, sieht in der Zwischennutzung ehemaliger Tagebauflächen einen wichtigen Baustein für den Strukturwandel. Der Ausbau erneuerbarer Energien auf künftigen Seeflächen solle dazu beitragen, das Rheinische Revier langfristig als Energieregion zu erhalten.

Fazit / Ausblick

Mit dem Projekt „Manheimer Bucht“ setzt RWE den Ausbau von Solar- und Speicherprojekten im Rheinischen Revier fort. Die Kombination aus Freiflächen-Photovoltaik, Batteriespeicher und kommunaler Beteiligung zeigt, wie ehemalige Tagebauflächen zu neuen Energie- und Wertschöpfungsstandorten werden können. Für die Branche gewinnen solche Hybridprojekte an Bedeutung, da sie erneuerbare Stromerzeugung besser mit Netzstabilität und flexiblen Vermarktungsmodellen verbinden.

Quelle: RWE AG | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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