Eon-Umfrage: Hauseigentümer:innen wollen Photovoltaik auch ohne Einspeisevergütung
Grafik: Kanisorn / stock.adobe.comHausbesitzerinnen und Hausbesitzer in Deutschland setzen weiterhin auf die Energiewende zuhause, wie eine aktuelle Statista-Umfrage im Auftrag des Energiekonzern Eon zeigt: „Mehr als Dreiviertel der Menschen mit eigenem Haus haben eine Solaranlage oder planen den Kauf. Auch E-Autos und Wärmepumpen stehen bei den befragten Hausbesitzern mit einem Anteil von jeweils rund 40 Prozent aus Besitz und Anschaffungsplänen hoch im Kurs. Diese Umfrage-Zahlen zeigen: Die Menschen wollen die private Energiewende und treiben sie aktiv voran – das spiegelt sich auch im starken Anstieg der Kundenanfragen in unserem Unternehmen wider“, sagt Filip Thon, CEO von Eon Energie Deutschland. Das Meinungsforschungsinstitut Statista hatte im Auftrag von Eon Energie Deutschland für die Studie insgesamt 2.000 Hausbesitzer:innen, die im eigenen Haus leben, befragt.
40 Prozent planen den Kauf einer Solaranlage, etwa ebenso viele besitzen sie
Erstmals in eine eigene Photovoltaik-Anlage investieren wollen laut Umfrage 40 Prozent der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer (2025: 38 Prozent). Beim E-Fahrzeug sind es 20 Prozent (2025: 15 Prozent) und bei der Wärmepumpe 15 Prozent (2025: 12 Prozent). Schwerpunktmäßig wollen die Befragten die Investitionen in den nächsten zwei Jahren tätigen. Eine Solaranlage haben bereits 37 Prozent (2025: 34 Prozent) der Befragten zuhause, ein E-Auto 22 Prozent (2025: 17 Prozent) und eine Wärmepumpe 25 Prozent (2025: 18 Prozent).
Wer bereits eine PV-Anlage auf dem Dach hat, nutzt meist weitere Energielösungen für den Verbrauch des eigenen Sonnenstroms direkt im Haus: Über 90 Prozent besitzen einen Batteriespeicher oder planen die Nachrüstung. Eine Wärmepumpe ist bei 42 Prozent vorhanden, das Elektroauto bei rund einem Drittel. Damit platzieren sich Solaranlagenbesitzerinnen und -besitzer beim Elektrofahrzeug zwölf Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Hauseigentümerinnen und -eigentümer, bei der Wärmepumpe sind es 17 Prozentpunkte.
Der Studie zufolge setzen Eigentümerinnen und Eigentümer in der Altersgruppe unter 40 Jahren besonders auf die Energiewende zuhause: Beim Besitz der Wärmepumpe liegen die Jüngeren 17 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Befragten, beim E-Auto 13 und bei der Photovoltaik-Anlage vier Prozentpunkte.
Interesse für Photovoltaik-Anlagen auch ohne Einspeisevergütung vorhanden
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen ab 2027 beenden. „Stattdessen soll der nicht von den Anlagenbesitzern selbst verbrauchte Sonnenstrom an der Strombörse verkauft werden“, sagt Thon. Rund dreiviertel der Menschen, die eine Photovoltaik-Anlage planen können sich laut Umfrage vorstellen, die Solaranlage auch zu kaufen, wenn es keine solche feste Einspeisevergütung pro Kilowattstunde für ins Netz geleiteten Sonnenstrom mehr gibt (35 Prozent: ja; 39 Prozent: eher ja). Nur vier Prozent wollen die Investition dann sicher nicht tätigen, zehn Prozent eher nicht, zwölf Prozent sind unentschieden.
Bei neuen PV-Anlagen spielt die Einspeisevergütung laut Eon schon heute nur noch eine untergeordnete Rolle. „Künftig gilt noch stärker: Der Rentabilitätsschlüssel für private Solaranlagen sind eine passende Dimensionierung der Anlage und smarte Steuerung im Zusammenspiel mit dem Batteriespeicher sowie idealerweise auch E-Auto und Wärmepumpe“, so Thon. Andere Marktteilnehmer erwarten, dass der Wegfall der Einspeisevergütung den PV-Ausbau ausbremsen würde.
Quelle: Eon | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH