Intersolar: Ballastiertes Photovoltaik-Freiflächen-Montagesystem von Lorenz
Foto: Lorenz Montagesystem GmbHMit dem System Aero terra präsentiert Lorenz Montagesysteme in München anlässlich der Messe Intersolar eine ballastierte Freilandlösung als Alternative zu klassischen gerammten oder betonierten Unterkonstruktionen. Das neue Photovoltaik-Freiflächen-Montagesystem soll sowohl ökonomische als auch ökologische Anforderungen erfüllen und damit für Projektierer, Kommunen und Betreiber neue Spielräume eröffnen.
Zentrales Merkmal der neuen PVUnterkonstruktion ist die ballastierte Bauweise, durch die anders als bei Rammfundamenten oder Betonierungen vollständig auf eine Eindringung in den Boden verzichtet wird. Stattdessen beschwert man die Konstruktion über standardisierte Gehwegplatten, die man hochkant auf die Füße stellt und mit speziellen Steinhaltern fixiert. Das System wurde laut Unternehmen in zahlreichen aufwendigen Windkanaltests zertifiziert und kann im Lorenz Solar.Pro.Tool geplant werden. Mit wenig Aufwand soll die Software neben einem detaillierten Ballastierungsplan auch einen ausführlichen Standsicherheitsnachweis generieren.
Geringerer Bürokratie- und Planungsaufwand
Für Anwender soll Lorenz Aero terra einen entscheidenden Vorteil bieten: Flächen bleiben dauerhaft unverändert und man kann sie nach Rückbau der Photovoltaik-Freiflächenanlage ohne Einschränkungen weiternutzen. Zudem ist das System modular erweiterbar und eignet sich nicht nur für große Solarparks, sondern auch für kleinere oder fragmentierte Flächen. Gerade bei sensiblen Standorten wie ehemaligen Deponien, Pachtflächen oder zeitlich begrenzten Projekten soll dadurch ein deutlich höheres Maß an Planungssicherheit entstehen. Hinzu kommt ein zunehmend relevanter Genehmigungsaspekt. Systeme ohne Bodeneingriff sind in Genehmigungsverfahren häufig von Vorteil, zumal das Lorenz Aero terra mit nur 80 cm Höhe vom Boden bis zur Solarmodul-Oberkante eine äußerst niedrige Bauweise aufweist. Je nach Standort, Projektgröße und zuständiger Genehmigungsbehörde kann die bodenschonende Bauweise dazu beitragen, Planungs- und Abstimmungsprozesse zu vereinfachen.
Photovoltaik-Freiflächen-Montagesystem mit wenigen vormontierten Komponenten
Lorenz setzt auf eine reduzierte Komponentenanzahl und einen hohen Vormontagegrad. Die Installateure verteilen die Füße einfach gemäß dem Plan auf der Fläche, klicken die Grundsets hinein und klappen die PV-Modulstützen auf. Schon können sie die Solarmodule auflegen und durch Klemmen fixierten. Dank der Vormontage ist ein Drehmomentschlüssel mit einem Torx 40 das einzige Werkzeug, das man für den Aufbau benötigt.
Die Bauteile bestehen aus korrosionsbeständigem Aluminium und sind auf eine langlebige Nutzung im Außenbereich ausgelegt. Dank ihrer hohen Korrosionsklasse C4 sind die Komponenten des Freilandsystems auch für anspruchsvolle Standorte geeignet. Ein Beispiel hierfür ist das industrielle Umfeld, in dem Belastungen durch Chemikalien oder Salze vorkommen können.
Einen Schutz vor Überspannungsschäden bietet eine Kombination aus dem Blitz Z und der Erdungsdrahtklemme. Das Blitz Z stellt eine fest verschraubte Verbindung zwischen zwei Grundsets her und sorgt so für eine sichere Ableitung des elektrischen Stroms. Die Erdungsdrahtklemme klickt man einfach an die Grundsets. Sie kann einen Runddraht mit acht oder zehn Millimetern Durchmesser aufnehmen, der die einzelnen Photovoltaik-Modulreihen verbindet und so einen Potentialausgleich schafft. Sowohl die Klemme als auch das Blitz Z sind hinsichtlich ihrer Blitzstromtragfähigkeit gemäß IEC 62561-1:2023-03 Klasse N zertifiziert.
Ein durchdachtes Kabelmanagement ist bei PV-Freilandanlagen ein wesentlicher Bestandteil der technischen Betriebssicherheit. Lorenz bietet hierfür ein umfassendes Sortiment an Kabelkanälen und Kabelclips als Ergänzung für die PV-Montage an. Gleichzeitig erleichtert das Kabelmanagement die Inspektion, Wartung und Fehlersuche, weil Leitungen übersichtlich verlegt und eindeutig zugänglich bleiben.
Einfache Montage mit wenig Personalaufwand
Eine einzelne Person kann laut Lorenz das neue Photovoltaik-Freiflächen-Montagesystem montieren. Eine intuitive Bauweise soll die Fehleranfälligkeit und den Zeitaufwand reduzieren. „Profile, Grundsets, Klemmen – viele der verwendeten Komponenten kennen die Solarteure und Fachhandwerker oft bereits von unseren Systemen Lorenz Aero oder Aero green“, sagt Tom Leyendecker, Technischer Leiter bei Lorenz.
Auf Grünflächen müssen PV-Unterkonstruktionen oft größere Höhenunterschiede ausgleichen als beispielsweise auf einem Flachdach. Die Füße sind daher optional in einer verstellbaren Variante verfügbar, mit denen man Höhenunterschiede bis zu 13 cm ausgleichen kann.
Der Abstand zwischen Boden und der Unterkante der Grundsets beträgt 52 cm und bietet somit eine ausreichende Durchfahrtshöhe für viele handelsüblichen Mähroboter. Lorenz Aero terra wird in Ost-West-Ausrichtung montiert, wobei durch die Verwendung des Grundsets 1.450 ein Wartungsgang von 35 oder 60 cm Breite an der Oberkante der Photovoltaik-Module geplant werden kann. Die Vergrößerung des Abstands zwischen den Reihen ermöglicht den praktischen Zugriff auf die einzelnen Solarmodule und ihre Verkabelung
Auf den Stand A6.550 zeigt Lorenz anlässlich der Messe Intersolar vom 23. bis 25. Juni in München seine neue ballastierte Unterkonstruktion für Photovoltaik-Freiflächenanlagen
Quelle: Lorenz | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH