Enova repowert 20 Jahre alten Windpark in Meppen
Foto: EnovaWindkraftentwickler Enova hat das bisher größte Repowering-Projekt der Unternehmensgeschichte realisiert. Wie das Unternehmen aus Bunderhee mitteilte, handelt es sich um einen Windpark in Meppen im Landkreis Emsland. Diesen habe Enova nach rund zwei Jahren Bauzeit erfolgreich in Betrieb genommen. Die neuen Anlagen erreichten demnach eine installierte Gesamtleistung von rund 65 Megawatt (MW). Diese verteilt sich auf neun Vestas-Anlagen des Typs V172.
Die neuen Anlagen zählten mit einem Rotordurchmesser von 172 Metern, einer Nabenhöhe von 175 Metern sowie einer Gesamthöhe von 261 Metern zu den größten und aktuell leistungsstärksten Onshore-Anlagen. Mit einem prognostizierten Energieertrag von rund 163 Millionen KWh pro Jahr liefern sie künftig rund viermal so viel Leistung wie die 14 Alt-Anlagen aus dem Jahr 2002.
„Mit diesem Projekt zeigen wir, wie es uns durch technische Expertise, unsere operative Stärke und der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Stakeholdern gelingt, bestehende Standorte nachhaltig zu modernisieren”, sagt Björn Burau, Chief Financial Officer von Enova. “Meppen zeigt außerdem, welches Potenzial im Repowering steckt – sowohl für eine effiziente Flächennutzung als auch für eine verlässliche und zukunftsfähige Energieversorgung.“
Auch Altanlagen entwickelt
Sowohl die Grundstückseigentümer als auch die Betreiber der 14 Alt-Anlagen erhalten ferner die Möglichkeit, sich am neuen Windpark zu beteiligen. Auch für die Anwohner bringe das Repowering Vorteile mit sich. Die geringere Anzahl an modernen Windenergieanlagen sorge für ein ruhigeres Landschaftsbild sowie reduzierte Schallimmissionen.
Darüber hinaus haben auch die Bürger vor Ort die Möglichkeit, sich über Nachrangdarlehen finanziell am Windpark zu beteiligen. Außerdem profitiere die Stadt Meppen nach §6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von den Stromeinnahmen des Windparks sowie von den Erträgen aus dem Betrieb, die der Gewerbesteuer unterliegen. Fünf Prozent der jährlichen Pachten seien außerdem für die Förderung gemeinnütziger Zwecke innerhalb der Gemeinde vorgesehen.
Enova hatte zwischen 2000 bis 2004 die Altanlagen von der Planung über die Genehmigung bis hin zur Umsetzung vollständig entwickelt.
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