Mehr als 4 GWh Solarstrom vom BVB-Stadiondach Signal Iduna Park

Senkrechte Luftaufnahme eines Fußballstadions. Auf den Dachflächen sind großflächig Photovoltaikmodule installiert. Neben dem Stadion sind Parkflächen und eine Leichtathletikanlage zu sehen.Foto: Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
Blick auf den Signal Iduna Park in Dortmund mit der neuen Photovoltaikanlage auf dem Stadiondach.
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Signal Iduna Park in Dortmund produziert nach Angaben der Projektbeteiligten mehr als 4 GWh Solarstrom pro Jahr. Sechs Monate nach der vollständigen Inbetriebnahme ziehen Borussia Dortmund, RWE und Modullieferant JA Solar eine erste positive Zwischenbilanz.

Anlage auf Signal Iduna Park soll mehr als 4 GWh Solarstrom pro Jahr erzeugen

Die Photovoltaikanlage bei Borussia Dortmund ist seit Dezember 2025 vollständig in Betrieb. Die Anlage soll künftig mehr als 4 GWh Solarstrom pro Jahr erzeugen, was einem Strombedarf der Flutlichtanlage für rund 1.000 Spieltage entspreche. Dadurch sollen jährlich etwa 1.700 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden. Die bisherigen Erträge entsprechen nach Angaben des Fußballvereins den Erwartungen.

Mehr als 11.000 bifaziale Solarmodule installiert

Die Anlage besteht aus insgesamt 11.132 bifazialen n-Typ-Modulen des Typs JAM54D41/LB des Herstellers JA Solar. Die Module verfügen laut Unternehmen über eine Leistung von bis zu 450 Watt pro Modul.

Zum Einsatz kommen Doppelglas-Module mit bifazialem Zellaufbau, die sowohl einfallendes Licht auf der Vorder- als auch auf der Rückseite nutzen können. Nach Angaben des Herstellers soll dies die Energieerträge steigern. Die geplante Betriebsdauer der Anlage beträgt etwa 30 Jahre.

Rechnerisch liegt die installierte Modulleistung bei rund 5 MW. Weitere technische Angaben, etwa zur Wechselrichtertechnik, zum Eigenverbrauchsanteil oder zur Netzeinspeisung, wurden nicht genannt. Auch konkrete Ertragsdaten für den bisherigen Betriebszeitraum wurden bisher nicht veröffentlicht.

Die PV-Anlage wurde als Ersatz für ein bestehendes PV-System errichtet, das den gestiegenen Energiebedarf des Stadions nicht mehr ausreichend decken konnte. Entwickelt wurde das Projekt vom Energieunternehmen RWE.

Photovoltaikanlage auf Stadiondach als Beispiel für Flächennutzung

Das Projekt verdeutlicht den Trend, bestehende Infrastrukturen verstärkt für die Solarstromerzeugung zu nutzen. Große Dachflächen von Stadien, Messehallen oder Logistikgebäuden gelten als wichtige Potenziale für den Ausbau der Photovoltaik. Dies gilt insbesondere in dicht besiedelten Regionen mit begrenzten Freiflächen.

Für Stadien kann die Eigenstromerzeugung zudem dazu beitragen, den Energiebedarf von Spieltagen und Veranstaltungen teilweise vor Ort zu decken und Energiekosten zu reduzieren.

Die Anlage in Dortmund zeigt, welches Potenzial große Stadiondächer für die Solarstromerzeugung bieten. Ob weitere Fußballstadien oder andere Großveranstaltungsstätten ähnliche Projekte umsetzen, dürfte auch von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Eigenverbrauch und Einspeisung sowie den verfügbaren Dachflächen abhängen.

Quelle: Ja Solar GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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