Voltara zeigt neues Speichersystem und erweitert Energiemanagement um Wärmepumpenintegration
Foto: Voltara GmbHVoltara Home steuert Erzeugung, Speicher und Verbrauch
Das Energiemanagementsystem Voltara Home verbindet laut Unternehmen Stromerzeugung, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Wallboxen und weitere Verbraucher mit dem Stromnetz. Die Steuerung erfolgt anhand von Stromproduktion und Strompreisen. In günstigen Zeitfenstern kann das System auch eine Netzladung des Speichers veranlassen.
Laut Voltara wird die Software in Deutschland entwickelt und betrieben. Die Daten würden in Europa gehostet. Zudem habe das Unternehmen Cybersicherheitsanforderungen bereits bei der Entwicklung berücksichtigt.
Zu den Funktionen gehören eine Nulleinspeise-Funktion für Standorte mit begrenzten Einspeisemöglichkeiten sowie die Vorbereitung für die Anbindung an virtuelle Kraftwerke. Nach Angaben des Unternehmens unterstützt das System mehr als 100 Geräte unterschiedlicher Hersteller. Die Anbindung dynamischer Stromtarife erfolgt unter anderem über direkte Schnittstellen zu Anbietern wie Rabot Energy und Ostrom sowie über eine EPEX-Spot-Anbindung.
Neues Speichersystem mit bis zu 120 kWh Kapazität
Erstmals präsentiert Voltara damit auf der Messe ein neues All-in-One-Speichersystem, das Energiemanagement, Wechselrichter und Batteriespeicher kombiniert. Die Speicherkapazität reicht von 5 bis 30 kWh pro Einheit und lässt sich durch Kaskadierung auf bis zu 120 kWh erweitern.
Nach Unternehmensangaben verfügt jedes Batteriemodul über ein eigenes Batteriemanagementsystem und einen eigenen DC-Steller. Dadurch sollen sich auch ältere und neu hinzugefügte Batteriemodule gemeinsam betreiben lassen, sodass spätere Speichererweiterungen unabhängig vom Alter bestehender Module möglich bleiben.
Das System bietet vier unabhängige MPP-Tracker. Die DC/AC-Überbelegung kann laut Hersteller bis zu 2:1 betragen. Damit lassen sich bis zu 24 kWp Photovoltaikleistung an einem Wechselrichter mit 12 kW AC-Leistung anschließen. Zudem verfügt das System über eine dreiphasige Ersatzstromfunktion mit einer Umschaltzeit von 10 Millisekunden. Dank Schwarzstartfähigkeit kann die Photovoltaikanlage den Speicher auch während eines Netzausfalls wieder aufladen, so das Unternehmen. Das Speichersystem ist ab sofort für Partnerbetriebe verfügbar.
Kooperation mit WOLF erweitert Wärmepumpenintegration
Mit der neuen Partnerschaft mit dem Heizungs- und Lüftungsspezialisten WOLF integriert Voltara Wärmepumpen tiefer in sein Energiemanagementsystem. Die Kommunikation erfolgt über den EEBus-Standard. Dadurch kann die Wärmepumpe laut Unternehmen in Echtzeit auf Strompreise, PV-Erzeugung oder Netzsignale reagieren. Nach weiteren Angaben lässt sich die Leistung der Wärmepumpe bei Netzsignalen gezielt anpassen, um die Anforderungen des § 14a EnWG umzusetzen.
Voltara gibt zudem an, die Kompatibilität mit WOLF-Wärmepumpen erfolgreich getestet zu haben. Darüber hinaus sollen sich auch Wärmepumpen weiterer Hersteller in das System integrieren lassen.
Die zunehmende Verbreitung dynamischer Stromtarife, die Umsetzung der §14a-Regelungen sowie der steigende Anteil steuerbarer Verbraucher erhöhen die Bedeutung von Energiemanagementsystemen im Eigenheim. Lösungen, die Photovoltaik, Speicher, Elektromobilität und Wärmepumpen verknüpfen, gewinnen daher für Installationsbetriebe und Betreiber an Bedeutung. Das Unternehmen erweitert damit sein Portfolio für die sektorübergreifende Steuerung von Strom, Wärme und Elektromobilität im Eigenheim.
Quelle: Voltara GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH