Tesvolt erhält Genehmigung für Batteriepark mit 190 MWh in Wittenberg
Foto: Tesvolt AGBatteriepark mit 190 MWh soll 2028 in Betrieb gehen
Mit einer geplanten Speicherkapazität von 190 MWh und einer Leistung von 60 MW entwickelt Tesvolt in Wittenberg nach eigenen Angaben das bislang größte Batterieprojekt der Unternehmensgeschichte. Der Batteriespeicherpark soll auf einer mehr als 20.000 Quadratmeter großen Gewerbefläche im Ortsteil Apollensdorf entstehen. Geplant ist die Installation von 36 Großspeichern.
Für den Netzanschluss soll eine bereits vorhandene Hochspannungsleitung auf dem Gelände genutzt werden. Zusätzlich ist der Bau eines Umspannwerks vorgesehen. Außerdem soll zum Schutz eines nördlich angrenzenden Wohngebiets eine Schallschutzwand errichtet werden. Nach Angaben von Tesvolt hat die Verteilnetzbetreiberin Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH die erforderliche Netzanschlusskapazität bereits zugesagt.
Tesvolt entwickelt und baut den Speicherpark
Tesvolt übernimmt die Projektentwicklung bis zur Baureife sowie den Bau des Speicherparks. Die Finanzierung und der spätere Betrieb liegen laut Unternehmen bei einem Investor. Das Projektvolumen beziffert Tesvolt auf rund 35 Millionen Euro.
Der Speicher soll für den Energiehandel eingesetzt werden und durch Arbitragehandel Erlöse erwirtschaften. Dabei speichert er Strom in Niedrigpreisphasen und speist ihn bei höheren Marktpreisen wieder ins Netz ein. Ein Investor sei bereits gefunden worden, teilte Marco Reißhauer, Projektmanager bei Tesvolt, mit. Dazu verweist er auf den fortgeschrittenen Entwicklungsstand des Projekts und die zugesagte Netzanschlusskapazität.
Batterieparks gewinnen im Strommarkt an Bedeutung
Großbatteriespeicher gewinnen im deutschen Stromsystem zunehmend an Bedeutung. Sie können kurzfristige Schwankungen bei der Einspeisung aus Wind- und Solarenergie ausgleichen und zusätzliche Flexibilität für den Strommarkt bereitstellen. Zugleich wächst die Zahl von Projekten, die ihre Wirtschaftlichkeit vor allem auf Erlöse aus dem Energiehandel stützen.
Mit dem Vorhaben in Wittenberg erweitert Tesvolt nach eigenen Angaben sein Engagement im Segment der netzgekoppelten Großspeicher. Die geplante Inbetriebnahme des Projekts ist für März 2028 vorgesehen.
Sachsen-Anhalt zählt laut Tesvolt-CEO Daniel Hannemann zu den Bundesländern mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien. Batteriespeicher sollen dort dazu beitragen, Erzeugungsspitzen aus Wind- und Solarenergie besser in das Stromsystem zu integrieren.
Quelle: Tesvolt AG | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH