Schönauer EWS verpachten Stromnetz an Badenova

Im Bild Ursula und Michael Sladek in einer PV-Anlage, sie gründeten 30 Jahre zuvor die Elektrizitätswerke Schönau.Foto: Elektrizitätswerke Schönau (EWS)
Ursula und Michael Sladek gehörten maßgeblich zu den Gründern der Schönauer Bürgerinitiative und der Elektrizitätswerke Schönau.
Vor 30 Jahren haben die Schönauer EWS das regionale Verteilnetz übernommen. Nun verpachten sie die Infrastruktur an die Badenova, um die Modernisierung zu sichern.

Die Schönauer EWS verpachtet zum 1. Januar 2027 ihre Stromnetze an die Badenova Netze GmbH. Wie die Badenova mitteilte, übernimmt sie die damit den Betrieb der Stromverteilnetze in Schönau und Umgebung. Um einen reibungslosen Übergang zu erleichtern, wechseln zudem einige Mitarbeitende der EWS Netze GmbH in die Badenova Netze GmbH.

1997 hatte die EWS – bekannt damals als Schönauer Stromrebellen – die Netze von dem damaligen Monopolisten gekauft, um selber die Energiewende in die Hand zu nehmen.

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung habe sich die Energielandschaft stark verändert, hieß es nun zur Begründung des Schrittes. Insbesondere die Stromnetze stehen im Zuge der Energiewende durch die wachsende Zahl dezentraler Einspeiser, die Elektrifizierung von Wärme und Verkehr sowie die Digitalisierung der Netzinfrastruktur vor umfassenden Herausforderungen. Deshalb haben die EWS Elektrizitätswerke Schönau eG und Badenova Netze GmbH entschieden, im Netzbetrieb eine Kooperation einzugehen, um die Verteilnetze der EWS zukunftssicher wie effizient zu gestalten. In einem ersten Schritt dieser Zusammenarbeit verpachten die EWS Netze GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Genossenschaft, ihre Stromnetze an Badenova. EWS hält in Schönau und Umgebung neun Stromnetzkonzessionen, für deren Betrieb damit künftig die Badenova Netze zuständig sein wird

Große Herausforderung für Verteilnetze

«Insbesondere auf Ebene der Verteilnetze sind die Herausforderungen durch Integration dezentraler Stromerzeugungsanlagen, der Digitalisierung der Netze sowie der voranschreitenden Elektrifizierung von Mobilität und Wärmerzeugung deutlich gestiegen. Gleichzeitig werden die Regulierungsauflagen immer höher, was gerade bei kleinen Netzbetreibern zu sehr hohen Netzentgelten geführt hat», sagt Alexander Sladek, Vorstand der EWS Schönau. «Daher sind wir glücklich darüber, mit der Badenova einen in der Region verankerten, verlässlichen und im kommunalen Besitz befindlichen Partner gefunden zu haben, um auch weiterhin eine sichere und zukunftsfähige Netzinfrastruktur und einen zukunftsfähigen Netzbetrieb zu garantieren», so Sladek weiter.

“Die Energiewende lässt sich nur gemeinsam gestalten. Umso mehr freut es uns, dass wir mit der EWS bereits in der Vergangenheit vertrauensvoll zusammengearbeitet haben und diesen Weg nun konsequent weitergehen. Diese Partnerschaft ist die Grundlage, um die Netze fit für die Zukunft zu machen – ein echter Gewinn für unsere Region“ so Dirk Sattur, Vorstand Badenova.

Quelle: Badenova | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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