Photovoltaik deckt 20 Prozent des Stromverbrauchs im 1. Halbjahr 2026
Grafik: BDEWDie Photovoltaik hat im ersten im ersten Halbjahr 2026 rund 20 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland abgedeckt. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Insgesamten sorgten die erneuerbaren Energien für einen Deckungsgrad von 58 Prozent – ein Plus von fast drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das war auch ein Anstieg gegenüber dem Gesamtjahr 2025. Alle Erneuerbare-Energien-Anlagen erzeugten von Januar bis Juni 152,2 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom.
Der Anstieg gegenüber dem windschwachen Vorjahreshalbjahr ist insbesondere auf die höhere Stromerzeugung aus Windenergie an Land (+7,0 Prozent) und auf See (+28,3 Prozent) zurückzuführen. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik lag mit plus 3,7 Prozent leicht über dem Vorjahreswert. Ferner verringerte sich die Stromproduktion aus Wasserkraft aufgrund geringer Niederschlagsmengen im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent. Die Erzeugung aus Biomasse blieb mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent nahezu unverändert.
Bruttozubau PV bei 8,3 GW
Die Photovoltaik legte im ersten Halbjahr 2026 kräftig zu. Der Bruttozubau betrug 8,3 Gigawatt (1. Halbjahr 2025: 7,8 GW). Auch der Ausbau der Windenergie an Land entwickelte sich dynamisch. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 2,5 (2,2) Gigawatt neu zugebaut. Stärker als im Vorjahreszeitraum fiel der Zubau der Windenergie auf See mit 0,9 (0,5) GW aus.
„Diese positiven Zahlen sind nur möglich durch die massiven Investitionen der Energiewirtschaft“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Damit diese positive Dynamik anhält, braucht es jetzt mehr Tempo bei den relevanten Gesetzesvorhaben, konkret beim EEG und beim WindSee-Gesetz.“
Im ersten Halbjahr 2026 lag die Bruttostromerzeugung bei 263,5 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) – 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2025: 253,4 Mrd. kWh). Dem stand ein Bruttostromverbrauch von 262,4 Mrd. kWh gegenüber (260,9 Mrd. kWh). 20,1 Prozent (52,9 Mrd. kWh) stammten dabei aus Wind an Land, 5,7 Prozent (15,0 Mrd. kWh) aus Wind auf See, 19,9 Prozent (52,4 Mrd. kWh) aus Photovoltaik, 8,3 Prozent (21,9 Mrd. kWh) aus Biomasse und 2,7 Prozent (7,2 Mrd. kWh) aus Wasserkraft. Aus konventionellen Energieträgern wurden 111,3 Mrd. kWh erzeugt. Im Vorjahreszeitraum waren es 109,3 Mrd. kWh.
Der Bruttostromverbrauch bildet das gesamte Stromsystem eines Landes ab und setzt sich zusammen aus der Summe der Bruttostromerzeugung eines Landes und dem Saldo seines Stromaustausches über die Landesgrenzen. Eine andere Möglichkeit ist, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung zu messen. Diese umfasst die gesamte in Deutschland erzeugte Strommenge. Der Anteil Erneuerbarer Energien im ersten Halbjahr 2026 auf Basis der Bruttostromerzeugung beträgt 57,7 Prozent.
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