EKD integriert Backcontact-Module in Photovoltaiksystem EKD365+
Foto: EKDEKD hat die Modulbasis seines Photovoltaik-Komplettsystems EKD365+ auf das Backcontact-Modul Ampere.SolarPro 485 BC umgestellt. Das Modul stammt von der SOLYCO Solar AG und EKD vertreibt das Modul unter der vorgenannten Bezeichnung. Es erreicht laut Datenblatt eine Nennleistung von 485 Wp, einen Modulwirkungsgrad von 23,5 Prozent und ist für eine maximale Systemspannung von 1.500 Volt ausgelegt. Die Leistungsangaben beziehen sich auf Standard-Testbedingungen (STC); im praktischen Betrieb hängen die Erträge unter anderem von Einstrahlung, Ausrichtung und Modultemperatur ab.
Backcontact-Module sollen Mehrerträge auf gleicher Dachfläche ermöglichen
Nach Angaben von EKD erzeugen 20 Ampere.SolarPro-485-BC-Module auf einem typischen Einfamilienhausdach im ersten Betriebsjahr rund 9.200 kWh Strom. Für ein Standardmodul gleicher Größe nennt das Unternehmen einen Vergleichswert von rund 8.500 kWh. Über einen Zeitraum von 25 Jahren ergibt sich daraus laut EKD ein Mehrertrag von rund 17.000 kWh.
Das monokristalline Backcontact-Modul verfügt über 108 Halbzellen im Format 182 × 96 Millimeter und misst 1.800 × 1.134 × 30 Millimeter bei einem Gewicht von 24,8 Kilogramm. Laut Datenblatt gilt eine 30-jährige Produkt- und Leistungsgarantie. Nach 30 Jahren werden 90,3 Prozent der Nennleistung zugesichert.
Backcontact-Technologie soll Verluste bei Teilverschattung reduzieren
EKD führt den höheren Ertrag unter anderem auf die Backcontact-Technologie zurück. Dabei befinden sich die elektrischen Kontakte auf der Rückseite der Solarzellen. Dadurch bleibt die Frontfläche frei von Leiterbahnen, wodurch nach Angaben des Unternehmens mehr Licht auf die aktive Zellfläche trifft.
Nach Angaben des Unternehmens erzielt das Modul bei vollständiger Verschattung einer einzelnen Zelle bis zu 30 Prozent mehr Leistung als vergleichbare TOPCon-Module. Als Nachweis verweist das Datenblatt auf einen Prüfbericht des TÜV Nord. Zudem nennt EKD ein günstigeres Temperaturverhalten. Der Temperaturkoeffizient der Maximalleistung beträgt laut Datenblatt –0,26 Prozent/Grad Celsius (°C), die nominale Modultemperatur (NMOT) 42 ±2 °C. Für die geringere Hotspot-Temperatur gegenüber TOPCon-Modulen verweist das Unternehmen auf Untersuchungen des TÜV Rheinland.
Bestandteil des EKD365+-Gesamtsystems
Das Ampere.SolarPro 485 BC ist ab sofort Bestandteil der EKD365+-Systemlösungen. Nach Angaben von EKD ist das Modul auf das Zusammenspiel mit Batteriespeicher, Wallbox, Wärmepumpe und dem Energiemanagementsystem Ampere.IQ ausgelegt. Dieses soll Energieflüsse im Haushalt steuern und dabei auch dynamische Stromtarife berücksichtigen.
EKD gibt an, dass Haushalte mit dem Gesamtsystem ihre Eigenversorgungsquote erhöhen können. Die Aussage des Unternehmens, einzelne Haushalte könnten bereits heute bis zu sechs Monate im Jahr vollständig autark sein, wird jedoch nicht näher belegt.
Einordnung für den Photovoltaikmarkt
Leistungsstärkere Module mit höheren Wirkungsgraden gehören zu den aktuellen Entwicklungstrends im Photovoltaikmarkt. Insbesondere auf flächenbegrenzten Dachanlagen können Backcontact-Module dazu beitragen, den Stromertrag zu steigern, ohne zusätzliche Dachfläche zu beanspruchen. Ob sich die von EKD genannten Mehrerträge im praktischen Betrieb erreichen lassen, hängt jedoch von den jeweiligen Standort- und Betriebsbedingungen ab.
Quelle: Energiekonzepte Deutschland GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH