Natriumbasierter Hochvolt-Heimspeicher: Revolta stellt neuen PV-Speicher zur Intersolar 2026 vor

Computeranimation eines modular aufgebauten Heimspeichersystems mit acht blau-grauen Batteriemodulen vor blauem Hintergrund. Rechts daneben ist ein Schutzschild mit der Aufschrift „Na+“ als Hinweis auf die Natrium-Ionen-Technologie dargestellt.Computer-Grafik: Revolta AG
Visualisierung des natriumbasierten Hochvolt-Heimspeichers von Revolta.
Die Frankfurte Revolta AG stellt auf der Intersolar Europe 2026 erstmals einen natriumbasierten Hochvolt-Heimspeicher für Photovoltaikanlagen vor. Das modulare System mit 450 Volt Nennspannung soll Speicherkapazitäten von 2,2 bis 22 kWh abdecken und setzt auf Natrium-Ionen-Zellen statt Lithium.

Mit dem natriumbasierten Hochvolt-Heimspeicher adressiert Revolta einen Markt, der bislang nahezu vollständig von Lithium-Ionen-Technologien geprägt ist. Kern der neuen Speicherlösung ist laut Unternehmen eine Hochvolt-Architektur mit einer Nennspannung von 450 Volt sowie eine eigens entwickelte Spannungsmultiplikator-Technologie. Diese soll den Aufbau der Batterie vereinfachen und eine kompakte Bauweise ermöglichen.

Natriumbasierter Hochvolt-Heimspeicher für den Wohnbereich

Natrium-Ionen-Batterien gelten als mögliche Alternative zu Lithium-Ionen-Technologien. Als Vorteil nennt Revolta die hohe thermische Stabilität der eingesetzten Zellen. „Natrium-Ionen-Zellen bieten von Natur aus eine hohe thermische Stabilität und damit ein deutlich reduziertes Risiko einer Überhitzung“, sagt Julian Mattheis, CEO der Revolta AG. Gleichzeitig ermögliche die entwickelte Systemarchitektur eine kompakte und leistungsstarke Speicherlösung für private Haushalte.

Nach weiteren Angaben von Revolta überwacht das System die Temperatur jeder einzelnen Batteriezelle. Zudem verfügen die Batteriemodule über einen CO-Sensor, einen akustischen Alarm sowie ein Überdruckventil. Während Natrium-Ionen-Batterien bereits in verschiedenen Speicheranwendungen erprobt werden, dominieren im Markt für private PV-Heimspeicher bislang Lithium-basierte Systeme.

Spannungsmultiplikator-Technologie als Kern der Speicherarchitektur

Zentrales Element des Systems ist eine von Revolta entwickelte Spannungsmultiplikator-Technologie. Nach Angaben des Unternehmens erhöht ein speziell entwickelter Hochfrequenztransformator die Spannung um das Fünfzigfache. Dabei sollen nur geringe Umwandlungsverluste entstehen.

Eine Batterieeinheit verfügt über eine Kapazität von 2,2 kWh. Laut Revolta besteht sie aus lediglich drei großformatigen Batteriezellen. Konventionelle Heimspeicher verwenden dagegen häufig Dutzende oder sogar Hunderte Einzelzellen. „Unsere spezielle Multiplikator-Topologie reduziert die Systemkomplexität sowie den Elektronikaufwand erheblich und ermöglicht dadurch eine besonders kompakte und leichte Bauweise“, so Henk Oldenkamp, CTO von Revolta.

Nach Unternehmensangaben zählt die neue Natriumbatterie damit zu den kleinsten und leichtesten Hochvolt-Heimspeichersystemen ihrer Leistungsklasse.

Modulare Speicherkapazität von 2,2 bis 22 kWh

Der natriumbasierte Hochvolt-Heimspeicher arbeitet mit einer Nennspannung von 450 Volt. Das System ist modular aufgebaut und lässt sich laut Hersteller von einem einzelnen Modul mit 2,2 kWh bis auf zehn Module mit insgesamt 22 kWh erweitern.

Die Steuereinheit ist in das Basis-Batteriemodul integriert. Dadurch wächst das Speichersystem nach Angaben von Revolta linear mit jedem zusätzlichen Modul ohne separate zentrale Steuerung. Die Module können zudem flexibel angeordnet werden.

Vorstellung auf der Intersolar Europe 2026

Die offizielle Präsentation des natriumbasierten Hochvolt-Heimspeichers erfolgt auf der Intersolar Europe 2026, die vom 23. bis 25. Juni 2026 in München stattfindet. Das Unternehmen zeigt das System am Stand C4.270H.

Markteinordnung

Natrium-Ionen-Batterien gewinnen als Alternative zu Lithium-Ionen-Technologien zunehmend Aufmerksamkeit. Für den Heimspeichermarkt könnte die Einführung eines natriumbasierten Hochvolt-Heimspeichers ein weiterer Schritt zur Diversifizierung der verfügbaren Speichertechnologien sein. Ob sich die Technologie im Markt etabliert, dürfte unter anderem von Wirtschaftlichkeit, Verfügbarkeit und Langzeiterfahrungen im Betrieb abhängen.

Quelle: Revolta AG | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Schließen