Digitaler Batteriepass: VARTA Storage startet Projekt DIGIBATT360

Mehrere Projektbeteiligte stehen auf einer Bühne und präsentieren den Förderbescheid für das Projekt DIGIBATT360. Im Hintergrund sind die Namen weiterer GreenTech-Förderprojekte an einer grünen Wand eingeblendet.Foto: Varta Storage GmbH
Vertreter des DIGIBATT360-Konsortiums bei der Übergabe des Förderbescheids für das GreenTech-Projekt zum digitalen Batteriepass; von links: Dr. Jan Hofmann (Fraunhofer IIS), Dr. Dennis Hein (VARTA), Dr. Rolf-Dieter Jungk (Staatssekretär BMFTR) und Nikolai D’Agostino (Circulor).
Die VARTA Storage GmbH hat gemeinsam mit vier Partnern das Projekt DIGIBATT360 gestartet. Das Konsortium entwickelt einen EU-konformen digitalen Batteriepass mit einem dezentralen Datenraum, der Lebenszyklusdaten von Industrie- und Light-Means-of-Transport-Batterien (LMT) verfügbar machen soll.

Dezentraler Datenraum für den digitalen Batteriepass

Die VARTA Storage GmbH hat gemeinsam mit Circulor, Fraunhofer IIS, NeuroControls und VRI GmbH Batterie-Technik das Projekt DIGIBATT360 gestartet. Das Konsortium entwickelt einen EU-konformen digitalen Batteriepass für Industrie- und Light-Means-of-Transport-Batterien (LMT). Ziel ist es, Informationen über den gesamten Lebenszyklus einer Batterie bereitzustellen und so mehr Transparenz bei Nutzung, Zweitverwendung und Recycling zu schaffen.

Das Vorhaben wird im Rahmen des GreenTech-Innovationswettbewerbs gefördert. VARTA Storage übernimmt nach Unternehmensangaben die Projektkoordination. Kern des Projekts ist ein dezentraler Datenraum, über den Batterieinformationen zwischen den beteiligten Akteuren ausgetauscht werden können, ohne sie zentral zu speichern. Die Daten sollen entlang des gesamten Lebenszyklus skalierbar verfügbar sein – von der Erstnutzung über mögliche Second-Use-Anwendungen bis zum Recycling.

Der digitale Batteriepass ist Teil der europäischen Batterieverordnung. Er soll standardisierte Informationen über den Lebenszyklus von Batterien bereitstellen und so unter anderem Transparenz für Nutzung, Weiterverwendung und Recycling schaffen.

KI soll Batteriezustand bewerten

Auf Basis der erfassten Daten entwickelt das Konsortium KI-gestützte Zustandsprognosen. Diese sollen die Bewertung des Batteriezustands unterstützen und Entscheidungen über die weitere Nutzung der Batterien erleichtern. Im Mittelpunkt stehen Strategien zur Verlängerung der Nutzungsdauer, darunter Wiederverwendung (Reuse), Reparatur (Repair), Wiederaufbereitung (Remanufacturing) und Recycling. Ziel ist es, die Ressourceneffizienz zu verbessern und die Kreislaufwirtschaft zu stärken.

VARTA Storage bringt nach eigenen Angaben insbesondere seine Erfahrungen im Bereich Second Use ein. Dazu gehören die Bewertung gebrauchter Batteriemodule, deren mögliche Weiterverwendung sowie die Erprobung des digitalen Batteriepasses in praktischen Anwendungsszenarien.

Batteriepass soll Kreislaufwirtschaft unterstützen

Mit DIGIBATT360 soll eine Lösung entstehen, die Informationen über Batterien über deren gesamten Lebenszyklus hinweg verfügbar macht. Nach Angaben des Konsortiums soll der digitale Batteriepass dazu beitragen, Batterien transparenter zu bewerten und Entscheidungen über Weiterverwendung oder Recycling auf einer einheitlichen Datengrundlage zu unterstützen. Das Projekt verbindet Datenmanagement, Zustandsbewertung und Second-Use-Anwendungen. Es zeigt damit einen Ansatz, wie Anforderungen an Kreislaufwirtschaft und Batterietransparenz technisch umgesetzt werden könnten.

Quelle: Varta Storage GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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