PNE erhält Genehmigungen für Windenergieprojekte mit 188 MW

Ein Mann mit gelber Warnweste und gelbem Schutzhelm neben einem Vermessungsgerät hält einen Plan in den Händen. Im Hintergrund stehen mehrere Windenergieanlagen vor einem blauen Himmel.Foto: NewSaetiew / stock.adobe.com
Ein Mitarbeiter auf einer Windparkfläche bereitet Vermessungsarbeiten vor. Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz bilden eine wichtige Voraussetzung für den Bau neuer Windenergieanlagen.
Die PNE-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für fünf Windenergieprojekte in Deutschland erhalten. Die Vorhaben in Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen-Anhalt umfassen zusammen eine geplante Nennleistung von rund 188 Megawatt.

Die Windenergieprojekte mit 188 MW markieren für die PNE-Gruppe den Übergang in die nächste Entwicklungsphase. Die Genehmigungen betreffen die Windparks Beerfelde (Brandenburg), Ehren (Niedersachsen), Balver Wald (Nordrhein-Westfalen), die Erweiterung des Windparks Gebstedt/Willerstedt (Thüringen) sowie das Repowering-Projekt Gardelegen (Sachsen-Anhalt).

Den größten Anteil stellt das Projekt Beerfelde in Brandenburg. Dort sind 14 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 100 MW geplant. Im niedersächsischen Projekt Ehren sollen vier Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 29 MW errichtet werden. Das Vorhaben wird als Kooperationsprojekt mit einer regionalen Volksbank umgesetzt. Nach Angaben des Unternehmens entfällt eine Anlage auf PNE, drei weitere auf den Projektpartner.

Der Windpark Balver Wald in Nordrhein-Westfalen umfasst drei Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 21 MW.

Erweiterung und Repowering gehören zum Genehmigungspaket

In Thüringen wurde die Erweiterung des bestehenden Windparks Gebstedt/Willerstedt genehmigt. Diese umfasst zwei zusätzliche Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 14 MW. Das Projekt entwickelt PNE gemeinsam mit EDF power solutions. Nach Angaben des Unternehmens entfällt jeweils eine Anlage auf die beiden Projektpartner.

Für den Windpark Gardelegen in Sachsen-Anhalt erhielt PNE zudem die Genehmigung für ein Repowering. Dabei werden ältere Windenergieanlagen durch leistungsstärkere neue ersetzt. Die Zahl der Anlagen sinkt dadurch von sechs auf vier. Nach Angaben des Unternehmens erreichen die neuen Anlagen eine Gesamtleistung von 24 MW und sollen trotz der geringeren Anlagenzahl einen deutlich höheren Stromertrag erzielen.

Genehmigungen ermöglichen nächste Projektphase

Mit den Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz können die fünf Projekte in die nächste Phase der Projektentwicklung übergehen. Nach Angaben von PNE schaffen die Genehmigungen die Voraussetzung für die weitere Umsetzung der Vorhaben bis zur Errichtung und Inbetriebnahme.

PNE-COO Roland Stanze bezeichnete die erteilten Genehmigungen als wichtigen Schritt für die Umsetzung der Unternehmensstrategie. Zudem erklärte er, dass nun die nächsten Schritte in Richtung Realisierung der Projekte erfolgen könnten.

Bedeutung für den Ausbau der Windenergie

Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz sind ein zentraler Meilenstein in der Entwicklung von Windenergieprojekten. Das Genehmigungspaket umfasst Neubauprojekte, eine Erweiterung eines bestehenden Windparks sowie ein Repowering und zeigt damit die Bandbreite der aktuellen Projektentwicklung im deutschen Windenergiemarkt.

Quelle: PNE AG | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Schließen