Pumpspeicher: Sanierung des Kraftwerks Happurg kommt voran
Foto: StMWi/ K. HuberDie Sanierung des Pumpspeicherkraftwerks Happurg läuft. Über den Fortgang der Arbeiten hat sich Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger ein Bild verschafft. „Erneuerbare Energien brauchen Speicher. Denn Speicher glätten die Schwankungen von Wind- und Solarstrom, stabilisieren das Stromnetz und stärken die Versorgungssicherheit. Mit einer Leistung von 160 Megawatt und einer Speicherkapazität von 850 Megawattstunden wird Happurg nach der Sanierung ein Stabilitätsanker für die Energiewende in Bayern. Mit einer Fallhöhe von über 200 Metern kann er fünf Stunden mit voller Leistung Strom ins Netz einspeisen”, so Aiwanger.
Im Falle eines Stromausfalls lasse sich das Pumpspeicherwerk im Schwarzstart – also ohne externe Energiezufuhr – sofort in Betrieb nehmen. “Die Investition von Uniper in den Standort Happurg ist ein wichtiges Bekenntnis zu dieser etablierten Technologie. Wir müssen die Erneuerbaren speichern, statt sie abzuregeln”, ergänzte er. Aiwanger forderte ferner, auch den Pumpspeicher Riedl im Landkreis Passau jetzt schnell zu bauen.
Das Pumpspeicherkraftwerk Happurg ist seit 1958 am Netz, aufgrund von Schäden im Oberbecken aber seit 2011 außer Betrieb. Uniper hatte im Juni 2024 die Sanierung des Pumpspeicherkraftwerks bekannt gegeben und kündigte Investitionen von rund 250 Millionen Euro an. Die Wiederinbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen. Laut Uniper seien die Sanierungsarbeiten im Oberbecken zu einem Großteil abgeschlossen und auch die Maßnahmen im Unterbecken, den Druckrohrleitungen und im Krafthaus schritten planmäßig voran.
In Bayern gebe es derzeit vier aktive Pumpspeicher-Standorte: Langenprozelten, Leitzach, Rabenleite, Oberberg. Zusammen mit Happurg verfügen sie in Summe über eine Leistung von rund 550 Megawatt und 2,3 Millionen Kilowattstunden pro Zyklus Speicherkapazität. Das geplante Pumpspeicherwerk Riedl werde diese Kapazität zusätzlich um 300 Megawatt Leistung und ein Speichervermögen von 3,5 Millionen Kilowattstunden pro Zyklus erweitern.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH