Solarstrom aus Parkplatz-PV mit Speicher für Moselbad Koblenz
Foto: Henk Vrieselaar / stock.adobe.comDie Stadtwerke Koblenz versorgen ihr Moselbad künftig zu einem Gutteil mit Solarstrom einer Parkplatz-PV-Anlage. Wie das kommunale Unternehmen mitteilte, handelt es sich dabei um eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 399 Kilowatt (kWp). Verantwortlich für den Bau der Parkplatzüberdachung vor dem Moselbad war das Unternehmen Wi Solar. Zusätzlich kommen zwei Speicher des Typs Tesvolt Forton zum Einsatz. Die Leistung der neuen PV-Anlage stehe damit zu 100 Prozent für den Betrieb des Moselbads und seiner Außenanlagen zur Verfügung.
Anlässlich der Einweihung äußerte sich David Langner, Oberbürgermeister von Koblenz. „Die neue Speichertechnologie am Moselbad ist ein technologischer Meilenstein für die Energieversorgung in Koblenz. Erstmals kann der erzeugte Solarstrom vollständig für den Betrieb eines städtischen Gebäudes eingesetzt werden.”
Zwei Speicher mit 92 kW Leistung
Die Dachflächen über dem Parkplatz bilden eine PV-Modulfläche von rund 1.790 m², die einen Jahresertrag von ca. 370.000 Kilowattstunden (kWh) erwirtschaften. Durch den Zubau der Batteriespeicher lassen sich die Überschüsse des erzeugten Solarstroms zu einem späteren Zeitpunkt abrufen werden – ob zur Beheizung oder Beleuchtung, zum Aufladen von Fahrzeugen an den sechs neuen E-Parkplätzen oder für die IT und hausinterne Geräte. Die Speicher verfügen dabei über eine Spitzenleistung von 92 Kilowatt (kW) und eine Kapazität von 184 kWh. Zugleich böten sie mit bis zu 15.000 Ladezyklen eine hohe Zyklusfestigkeit und Lebensdauer. Die Kombination aus Photovoltaik und innovativer Speichertechnologie erhöhe ferner die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlagen.
Das Pilotprojekt erhalte eine Finanzierung von einer Million Euro durch das „Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation“ (KIPKI) des Landes Rheinland-Pfalz .
„Mit unserer KIPKI-Förderung unterstützen wir Kommunen dabei, innovative Klimaschutzprojekte nicht nur zu planen, sondern erfolgreich umzusetzen”, sagte Wirtschafts- und Energieminister Michael Ebling. “Das Moselbad in Koblenz zeigt, welchen Unterschied moderne Batteriespeicher machen.” Sie sorgten dafür, den vor Ort erzeugten Solarstrom genau dann zu nutzen, wenn die Nachfrage dafür bestehe. “So wird aus erneuerbarer Energie eine verlässliche und wirtschaftliche Energieversorgung”, ergänzte Ebling.
„Entscheidend für das Projekt war, die Eigenverbrauchsquote der Photovoltaik-Anlage so zu steigern, dass sie 100 Prozent erreicht”, sagte Jochen Jobelius, Geschäftsführer Wi Solar Bau. “Das entspricht einer zentralen Bedingung der KIPKI-Förderung.” Dafür habe das Unternehmen die Batteriespeicher exakt auf den Bedarf, die PV-Leistung und den Lastgang des Bäderbetriebs abgestimmt. “Überschüssige Energie wird vorgehalten und kann zu Zeiten geringer Sonneneinstrahlung oder nachts genutzt werden. Dies ist erst mit der neuen Generation leistungsstarker Stromspeicher möglich, die bei moderaten Investitionskosten hocheffizient arbeiten.“
Daniel Genz, Betriebsleiter des Moselbads: „Die Stromspeicher erhöhen den Anteil erneuerbarer Energien an unserem Stromverbrauch noch weiter und sorgen gleichzeitig dafür, dass wir auf lange Sicht die Betriebskosten senken können.” Zu Energieversorgung trage neben der PV-Anlage die Nutzung von Erd- und Luftwärme sowie ein effizientes Blockheizkraftwerk bei. “Damit können wir den Komfort unserer Saunen, Becken und Räumlichkeiten dauerhaft klimafreundlich gestalten“, so Genz.
Quelle: Stadtwerke Koblenz | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH