Tibber: Laden des E-Autos mit Solarstrom spart Haushalten Kosten
Foto: Tibber / Anton Enerlov Kunden des digitalen Ökostromanbieters Tibber mit Solaranlage und E-Auto konnten in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt 171 Euro gegenüber PV- Haushalten mit E-Auto ohne “Solar Charging” sparen, wenn sie automatisiert so viel selbst erzeugten Solarstrom wie möglich in ihr E-Auto geladen haben. Durch den maximierten Solarstrom-Eigenverbrauch (E-Auto und Haushalt) zahlten sie für ihren Netzstrom über das Jahr gerechnet im Schnitt 3 Cent pro Kilowattstunde weniger als Tibber-Haushalte mit Solardach, aber ohne aktiviertes Solar Charging.
Das ist das Ergebnis einer Tibber-Auswertung von Juli 2025 bis Juni 2026. Ausgewertet wurde das Verhalten von mehr als 10.000 Haushalten mit eigener PV-Anlage und E-Auto, die das Tibber-Feature „Solar Charging“ nutzen und damit automatisch die Strommenge maximieren, die aus der eigenen Solaranlage ins Auto fließt. Die Ersparnis von 171 Euro im Jahr ergibt sich, wenn man den Durchschnittsverbrauch eines Drei-Personen-Haushalts mit PV-Anlage und E-Auto von 5.700 Kilowattstunden im Jahr mit den 3 Cent Ersparnis pro Kilowattstunde multipliziert.
System steuert Solarstromverbrauch automatisch
Das Prinzip: Einmal aktiviert, entscheide Solar Charging automatisch, wann der Solarstrom zum Laden des E-Autos oder für den Eigenverbrauch zum Einsatz kommt. Die Parameter dafür: Solarangebot vom Dach und aktueller Strompreis. Kund:innen müssten selbst also nicht auf Wetter oder Börsenpreise schauen. „Insbesondere angesichts der auslaufenden EEG-Einspeisevergütung zeigt unsere Auswertung, dass Haushalte mit PV-Anlage ihren Strom zu einem großen Teil deutlich sinnvoller und kosteneffizienter verwenden können, als ihn nur ins Stromnetz einzuspeisen“, sagt Wilko Klaassen, Tibber-Chef für Deutschland und die Niederlande.
„Die Einspeisevergütung liegt im Jahr 2026 bei 7,78 Cent pro Kilowattstunde. Selbst mit einem dynamischen Stromtarif sind die Ersparnisse durch selbst genutzten Strom erheblich größer. Bei einem klassischen Fixpreistarif ist der Abstand zwischen dem eingesparten Kilowattstundenpreis, der aktuell fast überall bei mehr als 30 Cent liegt, und der Einspeisevergütung noch viel deutlicher.“
Solar-Charging-Haushalte bei Tibber nutzen im Median gut zwei Drittel (ca. 68 Prozent) ihres Solarstroms selbst, während Haushalte ohne Batterie oder Solar Charging nur zwischen 22 und 37 Prozent ihres Solarstroms selbst verbrauchen. Ein Haushalt mit Jahresstromverbrauch von 10.000 kWh und einer PV-Anlage mit 11kWp ohne Heimspeicher verwende zum Beispiel durchschnittlich nur 28 Prozent des Sonnenstroms vom eigenen Dach, so Tibber unter Verweis auf Berechnungen der HTW Berlin.
Wilko Klaassen: „Den Solarstrom, den ein Haushalt weder direkt verbrauchen noch im Speicher zwischenlagern kann, speist er weiterhin ins Netz ein. Entscheidend ist deshalb, den selbst nutzbaren Anteil so groß wie möglich zu machen.”
Einen ähnlich großen Effekt hat laut Tibber-Daten eine Heimbatterie. Werde sie zusammen mit einer eigenen PV-Anlage betrieben, rette sie in einem durchschnittlichen Haushalt rund 1000 Kilowattstunden Solarenergie für den Eigenverbrauch, die sonst in das Stromnetz eingespeist würden. Das entspricht einer Ersparnis von rund 260 Euro im Jahr.
Quelle: Tibber | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH