Nachfrage für Transportkapazitäten von Wasserstoff steigt
Grafik: AA+W / stock.adobe.comDie Wasserstoffkernnetzbetreiber berichten von wachsender Nachfrage für Transportkapazitäten von Wasserstoff in Deutschland. Im Rahmen des dritte Marktinformationspaketes haben sie dafür auch ein Update zum Kapazitätsangebot gegeben.
Zum Stichtag 23.07.2026 haben demnach Martkteilnehmende in den Clustern Ein- und Ausspeise-Kapazitäten von knapp 6 Gigawatt (GW) zahlungspflichtig reserviert. Dies stelle eine Verdopplung im Vergleich zur letzten Veröffentlichung vom 13.05.2026 dar.
Für den Clusterübergangstransport (CÜT) seien Kapazitäten in Höhe von ca. 0,6 GW vertraglich reserviert. Darüber hinaus seien weitere Kapazitäten in Höhe von 0,5 GW angefragt und in Prüfung.
Hier habe sich der von den Netzbetreibern entwickelte Übernachfrageprozess bewährt, um Nachfragen, die das initiale Kapazitätsangebot überstiegen, zu befriedigen. Die Netzbetreiber rufen daher ausdrücklich dazu auf, auch zukünftig Kapazitäten, die über das Angebot hinausgehen, anzufragen.
„Die hohe Nachfrage nach Transportkapazitäten und die damit verbundene Zahlungsbereitschaft sind ein starkes Signal für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Die Verteilung der Reservierungen über große Teile des Kernnetzes bestätigt die bedarfsgerechte Planung des Netzausbaus und unterstreicht den konkreten Bedarf an einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur“, so Barbara Fischer, Geschäftsführerin des FNB Gas.
Im laufenden Jahr sind die ersten realen Volumina an Wasserstoff durch das Netz geflossen. So liefert zum Beispiel RWE grünen Wasserstoff aus Elektrolyseanlagen in Lingen nach Marl zum Chemiekonzern Evonik.
Quelle: FNB Gas | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH