PV-Freiflächenanlagen: Ausschreibung erneut überzeichnet

Eine PV-Freiflächenanlagen auf grüner Wiese unter blauem Himmel, im Hintergrund Bäume.Foto: stock.adobe.com / © protectnature
261 Gebote mit einer Gesamtleistung von knapp 2.135 MW erhielten in der aktuellen Ausschreibungsrunde einen Zuschlag.
Die Ausschreibung für PV-Freiflächenanlagen zum 1. Juli 2026 ist deutlich überzeichnet. Auf ein Volumen von 2.135 MW entfielen Gebote über insgesamt 3.170 MW. Gleichzeitig sank der durchschnittliche Zuschlagswert gegenüber der vorherigen Runde auf 4,79 ct/kWh.

Die Bundesnetzagentur hat in der Ausschreibung 261 Geboten mit einer Gesamtleistung von 2.134,657 MW einen Zuschlag erteilt. Damit wurde das ausgeschriebene Volumen von 2.135 MW nahezu vollständig vergeben. Insgesamt waren 401 Gebote eingegangen. Die angebotene Leistung überstieg das Ausschreibungsvolumen damit um 1.035 MW beziehungsweise knapp 49 Prozent. Neben Freiflächenanlagen umfasst die Ausschreibung Solaranlagen auf baulichen Anlagen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind.

Zuschlagswerte sinken auf durchschnittlich 4,79 ct/kWh

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 4,38 und 4,97 ct/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert beträgt 4,79 ct/kWh. In der vorherigen Ausschreibungsrunde hatte er bei 4,94 ct/kWh gelegen.



„Die Gebotsrunde war erneut überzeichnet. Im Vergleich zur Vorrunde sind die Zuschlagswerte leicht gefallen“, erklärte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. 48 der insgesamt 401 eingereichten Gebote schloss die Bundesnetzagentur vom Zuschlagsverfahren aus. Bieter, deren Gebote keinen Zuschlag erhalten haben, werden gesondert über die Gründe der Nichtbezuschlagung informiert.

Bayern erhält größtes Zuschlagsvolumen

Das größte Zuschlagsvolumen entfällt auf Projekte in Bayern. Dort erhielten 75 Gebote mit zusammen 429 MW einen Zuschlag. Es folgen Baden-Württemberg mit 266 MW und 41 Zuschlägen, Rheinland-Pfalz mit 239 MW und 25 Zuschlägen, Nordrhein-Westfalen mit 233 MW und 21 Zuschlägen sowie Niedersachsen mit 225 MW und 28 Zuschlägen. Auf diese fünf Bundesländer entfallen damit zusammen 1.392 MW und rund zwei Drittel der insgesamt bezuschlagten Leistung.

Wettbewerb um Zuschläge bleibt hoch

Die Überzeichnung und die nahezu vollständige Vergabe des Ausschreibungsvolumens zeigen eine hohe Nachfrage nach Zuschlägen für PV-Freiflächenanlagen. Zugleich liegt der durchschnittliche Zuschlagswert um 0,15 ct/kWh unter dem Wert der Vorrunde.

Die nächste Ausschreibungsrunde für PV-Freiflächenanlagen findet am 1. Dezember 2026 statt.

Quelle: Bundesnetzagentur | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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