Next2Sun: Börsennotiz trotz laufender Aktienemission nicht geplant

Traktoren zwischen Reihen von vertikalen Agri-PV-ModulenFoto: Next2Sun
Eine Next2Sun-Anlage in Donaueschingen.
Die Next2Sun AG plant für ihre Aktien, die sie aktuell ausgibt, keinen Börsenhandel. Damit haben Zeichnende wenig Möglichkeiten, die Papiere kurzfristig zu liquidieren.

Die derzeit laufende Aktienemission der Next2Sun AG wird mittelfristig nicht dazu führen, dass Zeichnende die Papiere an einer regulierten Börse werden handeln können. Das geht aus dem Wertpapier-Informationsblatt hervor, das das Unternehmen im Rahmen der Emission vorgelegt hat. Demnach ist “eine Einbeziehung der angebotenen Aktien in den Freiverkehr einer Börse weder erfolgt noch geplant”.

Auch habe das Unternehmen nicht die Absicht, eine internationale Wertpapier-Informationsnummer (ISIN) zu beantragen, die für einen Börsenhandel Voraussetzung ist. Zwar seien die Wertpapiere frei übertragbar und gehörten zur gleichen Gattung wie die bisherigen Aktien der Gesellschaft. Doch ohne eine Kursnotiz sind etwaige Wertsteigerungen für Anlegende kaum zu monetarisieren. Das einzige sonstige Ertragspotenzial der Aktien liegt in einer möglichen künftigen Dividendenzahlung. Dividendenberechtigt sind die neuen Papiere ab 2027.

Wie das Unternehmen mitteilte, läuft die Zeichnung für Altaktionäre noch bis 4.9.2026. Bisher sei eine beträchtliche Anzahl an Aktien gezeichnet worden. „Die bisherige Nachfrage bestätigt uns in unserem Wachstumskurs und zeigt das zunehmende Interesse an vertikaler Photovoltaik als Zukunftstechnologie”, sagte dazu Sascha Krause-Tünker, Vorstand der Next2Sun AG. Nach diesem Zeitpunkt sei die Zeichnung der neuen Aktien auch für Anlegerinnen und Anleger ohne Bezugsrechte möglich.

Bisher noch Verluste

Insgesamt plant das Unternehmen knapp 420.000 auf den Namen lautende neue Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je einem Euro zu 12 Euro zu platzieren. Damit flösse der Gesellschaft aus Dillingen Eigenkapital in Höhe von fünf Millionen Euro zu. Das will das Unternehmen nutzen, um eigene Solarprojekte umzusetzen und das weitere Wachstum des Unternehmens zu finanzieren.

Das auf Agri-PV und vertikale, bifaziale PV-Technologie spezialisierte Unternehmen hatte bereits 2022 eine Aktienplatzierung – damals zu 95 Euro je Stück – durchgeführt. Für 2024 wies die Next2Sun AG bei Umsatzerlösen von 204.000 Euro einen Verlust von 40.600 Euro aus. Der über die Vorjahre aufgebaute Verlustvortag lag bei der AG 220.000 Euro. Insgesamt wies sie Kapitalrücklagen von rund drei Millionen Euro aus.

Die Gesellschaft habe ferner 2026 bisher rund 50 Megawatt Projektvolumen ausgeliefert und damit nahezu so viele Anlagen wie in den zehn Jahren zuvor. Für 2027 rechnet sie mit einem Projektvolumen von mehr als 70 Megawatt.

Quelle: Next2Sun Technology GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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