Dena-Gebäudereport 2026: Wärmepumpe und Speicher legen zu

Die Grafik zeigt ein oranges Auto an einer Wallbox eines weiß-grauen Einfamilienhauses, im Hintergrund zwei Windkraftanlagen und drei Photovoltaikmodule, in der Ferne eine angedeutete Großstadtszenerie mit Hochhäusern.Grafik: petovarga / stock.adobe.com
Die Verbindung verschiedener Technologien wird für die Energieversorgung von Gebäuden zunehmend wichtiger.
Der dena-Gebäudereport 2026 zeigt deutliche Unterschiede zwischen Neubau und Gebäudebestand. Während Wärmepumpen und Batteriespeicher zulegen, ist der Zubau von Gebäudesolaranlagen im ersten Halbjahr zurückgegangen.

In 2025 fertiggestellten Wohngebäuden entfielen mehr als 89 Prozent der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien, Strom und Fernwärme. Ein Jahr zuvor waren es rund 85 Prozent. Wärmepumpen erreichten dabei einen Anteil von knapp 74 Prozent. Gasheizungen kamen nur noch auf rund elf Prozent – der Deutschen Energie-Agentur (dena) zufolge ein historischer Tiefstand. Das geht aus ihrem September-Update des Gebäudereports hervor.

Dena-Gebäudereport 2026: Langsamer Wandel im Bestand

Im Wohngebäudebestand bleibt Gas mit einem Anteil von 56,1 Prozent im Jahr 2025 der dominierende Energieträger. Nachdem der Gas-Anteil in den Vorjahren kontinuierlich gestiegen war, ging er 2023 erstmals leicht zurück. Im Jahr 2025 sank er erneut von 56,2 auf 56,1 Prozent. Der Anteil der Wärmepumpen erhöhte sich laut dena innerhalb eines Jahres um fünf Prozent.

Dena-Chefin Corinna Enders sieht hier trotz des langsamen Tempos eine neue Ausgangslage: “Bei Bestandsgebäuden muss das Tempo erhöht werden. Hier besteht mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz und den neuen BEG-Förderbedingungen nun auch die notwendige Klarheit.” Entscheidend sei nun, so Enders weiter, dass die Rahmenbedingungen langfristig verlässlich blieben und Eigentümerinnen sowie Eigentümern verständlich vermittelt würden.

Auch die Verkaufszahlen zeigen eine Verschiebung zugunsten elektrischer Heizsysteme. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 194.500 Wärmepumpen verkauft. Das waren 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Absatz von Gasheizungen lag mit 134.000 Geräten ein Prozent über dem Vorjahreswert.

Bereits 2025 war die Wärmepumpe mit rund 299.000 verkauften Anlagen das absatzstärkste Heizsystem. Ihr Marktanteil erhöhte sich von 48 Prozent im Gesamtjahr 2025 auf 55 Prozent im ersten Halbjahr 2026.

Gebäudesolar verliert 17 Prozent beim Zubau

Der Zubau von Solaranlagen auf Gebäuden sank im ersten Halbjahr 2026 um 17 Prozent. Die insgesamt installierte Gebäudesolarleistung erreichte dennoch rund 80 Gigawatt. Die dena führt die nachlassende Dynamik auf die veränderten Rahmenbedingungen durch das Solarspitzengesetz und Unsicherheiten bei der Förderung zurück.

Anders entwickelt sich der Speichermarkt. Im Juli 2026 waren laut Gebäudereport rund 2,6 Millionen Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 30 Gigawattstunden installiert. Monatlich kamen zuletzt etwa 47.400 Anlagen hinzu. Mit rund 24 Gigawattstunden entfielen vier Fünftel der erfassten Kapazität auf Heimspeicher in Wohngebäuden.

Speichermarkt wächst schneller als der Solarmarkt

Nach Angaben der dena wächst der Speichermarkt seit mehr als einem Jahr schneller als der Solarmarkt. Zugleich nehme das Segment der Großbatteriespeicher besonders stark zu. Konkrete Zubauzahlen für dieses Marktsegment nennt die Mitteilung allerdings nicht.

Die Entwicklung spricht für eine zunehmende Bedeutung von Speichern im Gebäudesektor, während der Heizungswechsel im Bestand nur langsam vorankommt. Für die Energiebranche ergeben sich damit unterschiedliche Marktsignale: steigende Wärmepumpenverkäufe und Speicherkapazitäten stehen einem rückläufigen Gebäudesolarzubau gegenüber.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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