SMA: Batterie-Wechselrichter für Momentanreserve zertifiziert

Batteriespeicherpark am Rande einer Freiflächen-Solaranlage.Foto: SMA
In Föhren bietet ein Batterie-Energiespeichersystem netzbildende Funktionen an.
SMA hat Wechselrichter nach einer neuen VDE-Verordnung zertifizieren lassen, die es ermöglicht, dass Batteriespeicher Momentanreserve für das Stromnetz liefern.

Die SMA Solar Technology AG (SMA) hat eine Zertifizierung für Batterie-Wechselrichter erhalten, die netzbildende Eigenschaften unterstützen. Wie das Unternehmen mitteilte, handelt es sich um den VDE FNN Hinweis Technische Anforderungen an Netzbildende Eigenschaften inklusive der Bereitstellung von Momentanreserve. Die Zertifizierung gelte für die Batterie-Wechselrichterplattform Sunny Central Storage UP-S von SMA. Sie bestätige ferner die Einhaltung der Anforderungen des VDE FNN Hinweises Version 2.1.

Der Hinweis definiere technische Anforderungen und Nachweisverfahren für netzbildende Einheiten und Anlagen, die am deutschen Markt für Momentanreserve teilnehmen. Gemeinsam mit dem zugehörigen Zertifizierungsrahmen schafft er einen standardisierten Weg für Prüfung, Nachweis und Zertifizierung netzbildender Technologien.

Mit dem weltweit zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien steigen die Anforderungen an die Sicherstellung von Netzstabilität und Momentanreserve. Um die Stabilität zunehmend umrichterbasierter Stromsysteme sicherzustellen, führen Übertragungsnetzbetreiber neue marktbasierte Mechanismen für Stabilitätsdienstleistungen ein. Die neue deutsche Regelung zur marktlichen Beschaffung von Momentanreserve sei laut SMA ein wichtiger Schritt hin zu stabilen und resilienten Stromsystemen mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien.

Praxiseinsatz für Batteriespeicher in UK und Deutschland

„Die Energiewende erreicht eine neue Phase, in der Batteriespeicher zunehmend Aufgaben für die Netzstabilität übernehmen. Systeme mit netzbildenden Wechselrichtern können genau diese Stabilitätsdienstleistungen bereitstellen. Mit dieser Zertifizierung schaffen wir eine wichtige Voraussetzung dafür, diese Technologien künftig breiter einzusetzen“, sagt Olaf Heyden, COO von SMA.

Nach dem ersten Einheitenzertifikat für netzbildende Batterie-Wechselrichter nach den deutschen VDE-AR-N-Anwendungsregeln im Jahr 2025 habe SMA ihre Technologie bereits in Projekten im Vereinigten Königreich sowie im Batteriespeicherprojekt Föhren in Deutschland unter realen Bedingungen eingesetzt.

Für Projektentwickler und unabhängige Stromerzeuger eröffne eine zertifizierte netzbildende Technologie neue Möglichkeiten, zusätzliche Erlöse durch Momentanreserve und weitere Stabilitätsdienstleistungen zu erzielen.

Quelle: SMA | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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