Maxsolar und Energy2market vereinbaren Hybrid-PPA mit garantiertem Mindesterlös
Foto: energy2market / MaxsolarDer Projektentwickler Maxsolar und der Flexibilitätsvermarkter Energy2market (e2m) haben ein sieben Jahre laufendes Hybrid-Power-Purchase-Agreement (Hybrid-PPA) unterzeichnet. Der kombinierte Stromabnahmevertrag umfasst die Vermarktung eines 45-MW-Solarparks und eines 20-MW-Batteriespeichers mit 40 MWh Speicherkapazität im mecklenburg-vorpommerschen Waren. Der Solarpark hat im Sommer 2026 den Betrieb aufgenommen, der Speicher folgt im September 2027. Photovoltaik-Freiflächenanlage und Batteriespeicher sind als Co-Location-Projekt konzipiert und nutzen einen gemeinsamen Netzanschluss über ein eigenes Umspannwerk.
Co-Location-Projekt mit garantiertem Mindesterlös
Damit schließen die beiden Unternehmen ein Hybrid-PPA ab, das die Vergütung des Batteriespeichers über eine Floor-Struktur absichert. Es soll sich um das das bundesweit erste Hybrid-PPA dieser Art handeln. Der Betreiber erhält einen Anteil an den Optimierungserlösen, ist aber gleichzeitig durch eine vertraglich vereinbarte Mindestvergütung abgesichert. „Nach Gemmingen, Friedrichshof und Darstadt bringen wir in Waren unsere vierte Co-Location mit dem vierten Vermarktungskonzept auf den Weg. Die vereinbarte Floor-Struktur verbindet langfristige Planbarkeit mit einer optimalen Bewirtschaftung des Batteriespeichers und schafft damit Vorteile für beide Vertragsparteien“, sagt Moritz Kimmich, PPA Origination Manager bei Maxsolar.
Die Kombination von Photovoltaik und Batteriespeicher an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt eröffnet laut Maxsolar zusätzliche Flexibilität in der Vermarktung erneuerbarer Energie. Da der Batteriespeicher nicht an den Zeitpunkt der Solarerzeugung gebunden ist, kann er gezielt auf Markt- und Preissignale reagieren. In der Multimarkt-Optimierung vermarktet man den Batteriespeicher gezielt in dem Marktsegment – Day-Ahead-, Intraday- oder Regelenergiemarkt – in dem man jeweils die höchsten Erlöse erzielen kann.
Neue Wege beim Vermarktungsmodell in Waren
„Mit dem Vermarktungsmodell für Waren gehen wir neue Wege. In den vergangenen Jahren konnten wir bei der Optimierung von Grünstromspeichern in Co-Location mit PV bereits attraktive Erlöspotenziale heben, nun verbinden wir diese erstmals mit einer langfristigen Erlösabsicherung. Die Floor-Struktur schafft planbare Cashflows, ohne dass der Betreiber dafür die Optimierungserlöse seines Speichers vollständig abgeben muss“, sagt Filip Markert, Originator bei Energy2market.
Christoph Strasser, Geschäftsführer von Maxsolar, ergänzt: „Ein NextGen IPP braucht nicht nur ein diversifiziertes Anlagenportfolio, sondern auch innovative und vielfältige Vermarktungsmodelle. Mit Strukturen wie beim Projekt Waren schafft Maxsolar planbare Cashflows, stärkt die Finanzierbarkeit der Projekte und bewahrt gleichzeitig die Chance, an den Energiemärkten zusätzliche Erlöspotenziale zu erschließen. Diese Kombination ist für uns ein wesentlicher Baustein für ein resilientes und wachsendes IPP-Portfolio.“
Das siebenjährige Hybrid-PPA verbindet langfristige Erlösabsicherung für Maxsolar mit der marktoptimierten Vermarktung und Bewirtschaftung des Co-Location-Projekts durch e2m. „Die Energiewende braucht nicht nur mehr erneuerbare Erzeugung und Speicher, sondern auch Vermarktungsmodelle, die beides intelligent miteinander verbinden und langfristig tragfähig machen. Mit unserer Erfahrung in der Flexibilitätsvermarktung, unserer eigenen Bilanzstärke und der EDF-Gruppe im Hintergrund können wir innovative Vertragsmodelle nicht nur strukturieren, sondern auch langfristig absichern“, sagt Hannes Behacker, Geschäftsführer von Energy2market.
Maxsolar und e2m wollen ihre Zusammenarbeit langfristig fortsetzen. Die Erfahrungen aus dem Projekt Waren sollen dabei auch in die Entwicklung und Vermarktung weiterer wirtschaftlich tragfähiger Co-Location- und Speicherprojekte einfließen.
Quelle: Maxsolar | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH