Kommunale Photovoltaik: Freibad Hoheneck nutzt Sonnenstrom
Foto: SWLB / Andi DalferthDas Freibad Hoheneck in der Region Ludwigsburg betreibt seit 2024 die eigene Photovoltaik-Anlage auf den Gebäudedächern. Der Betrieb eines Freibads erfordert erhebliche Energie. Insbesondere die Umwälz- und Filteranlagen sowie die technische Wasseraufbereitung verursachen einen hohen Strombedarf. Gerade während der Sommermonate laufen diese Systeme im Tagesbetrieb auf Hochtouren. Und darin liegt ein entscheidender Vorteil der Photovoltaik-Anlage: Der höchste Stromverbrauch des Freibads fällt zeitlich mit den ertragreichsten Sonnenstunden zusammen. Dadurch kann ein großer Teil des erzeugten Solarstroms direkt vor Ort genutzt werden.
Kurzes Zeitfenster bis zum Saisonstart
Nachdem die Entscheidung für die Investition gefallen war, stand das Projekt unter Zeitdruck. Zwischen Beschlussfassung und Beginn der Badesaison 2024 blieben nur wenige Wochen Zeit für die Planung und Umsetzung. Hinzu kamen besondere technische Anforderungen. Die Solaranlage sollte auf einem Aluminium-Dach installiert werden und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu zahlreichen Badegästen. Darüber hinaus musste man die Geräuschemissionen der Wechselrichter ausgelegen, dass diese den Badebetrieb nicht beeinträchtigen.
Diese Herausforderungen ließen sich lösen. Innerhalb von sechs Wochen konnte die E3 Energie Effizienz Experten GmbH die Photovoltaik-Anlage mit 243 Modulen und einer Gesamtleistung von knapp 100 kW errichten. Seit der Inbetriebnahme vor Beginn der Badesaison 2024 erzeugt die PV-Anlage jährlich rund 80.000 kWh Solarstrom. Mit einer Eigenverbrauchsquote von etwa 80 Prozent deckt die Anlage rund 20 Prozent des gesamten Strombedarfs des Freibads ab.
Der selbst produzierte Strom ist nach Angaben des Badbetreibers Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) rund 50 Prozent günstiger als Strom aus dem öffentlichen Netz. Damit leistet die Photovoltaik-Anlage einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Wirtschaftlichkeit des Bäderbetriebs. „Rückblickend hat sich die Investition als sehr sinnvoll erwiesen und könne auch anderen Bäderbetrieben empfohlen werden“, sagt Badleiter Marsel Sakollari. Gerade Freibäder verfügen häufig über geeignete Dachflächen und einen saisonalen Strombedarf, der sehr gut mit der Solarstromerzeugung harmoniert.
Quelle: E3 Energie Effizienz Experten | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH