E3/DC stellt bidirektionale Wallbox für Hauskraftwerk vor
Foto: E3/DCE3/DC bringt mit der bidirektionalen Wallbox edsn eine neue DC-Ladestation auf den Markt, die Elektrofahrzeuge als mobile Stromspeicher in die Gebäudeversorgung einbindet. In Verbindung mit einem Hauskraftwerk und dem Energiemanagement AI 360° soll sie den Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen und den Strombezug optimieren, teilte das Unternehmen mit.
Voraussetzung für die bidirektionale Nutzung sei, dass das jeweilige Elektroauto den Kommunikationsstandard ISO 15118-20 unterstütze. Außerdem müssten Fahrzeughersteller sie dafür freigeben. Laut E3/DC treffe dies auf verschiedene Modelle von Volkswagen, Škoda, Cupra und Ford zu.
„Mit edsn wird das Elektrofahrzeug vom reinen Verbraucher zum aktiven Bestandteil des Energiesystems“, sagt Thomas Steinacker, Head of Sales bei E3/DC. „Die Fahrzeugbatterie kann nicht nur geladen, sondern intelligent als Speicher genutzt werden – für Gebäude, für Eigenverbrauchsoptimierung und perspektivisch auch für den Energiemarkt.“
In Verbindung mit dem Energiemanagement AI 360° soll die bidirektionale Wallbox sowohl die Nutzung von Solarstrom als auch den Strombezug zu günstigen Tarifzeiten verbessern. Das System berücksichtige dabei die Stromerzeugung der Photovoltaikanlage, den Verbrauch und die Preise am Day-Ahead-Markt.
Solarer Eigenverbrauch steigt erheblich
Nach Einschätzung von E3/DC können Haushalte mit einem bidirektional ladefähigen Elektroauto jährlich zusätzlich 1.000 bis 2.000 Kilowattstunden Solarstrom selbst verbrauchen. Auch günstige Strompreisphasen sollen sich durch die zusätzliche Speicherkapazität besser nutzen lassen.
Die Ladestation ermögliche bidirektionales Laden mit bis zu 11 Kilowatt. Künftig soll sie außerdem in den Ersatzstrombetrieb der Hauskraftwerke zu integrieren sein. Bei einem Netzausfall könnte dann auch die Batterie des Elektroautos zur Versorgung des Gebäudes beitragen.
E3/DC habe die edsn so konzipiert, dass sie nicht nur mit neuen, sondern perspektivisch auch mit bereits installierten Hauskraftwerken zusammenarbeiten könne. Damit sollen auch bestehende Anlagen nachträglich für bidirektionales Laden kompatibel werden.
Quelle: E3/DC | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH