Photovoltaik: Aiko erwirbt Patente für Rückkontakt-Technologie

Maschine zur Herstellung von Rückkontakt-Solarzellen bei Aiko.Foto: Aiko
Herstellung von Rückkontakt-Solarzellen bei Aiko
Der chinesische PV-Produzent Aiko sichert sich eine Reihe von Patenten für die Rückkontakt-Technologie. So will er seinen Vertrieb von Modulen mit Rückkontakt-Solarzellen in Europa rechtlich absichern.

Der Solarmodulproduzent Aiko investiert in den Erwerb von Patenten rund um die Rückkontakt-Technologie von Solarzellen. Wie das Unternehmen mitteilte, will es damit seinen globalen Patentschutz erweitern. Konkret geht es um eine Vereinbarung mit dem in Singapur ansässigen Solarmodulbauer Maxeon, einer früheren Tochter der US-amerikanischen SunPower über Rückkontakt (engl.: back contact =BC)-Patente. In diesem Zuge habe sich Aiko den autorisierten Zugang zu einem breiten Portfolio bestehender und zukünftiger BC-bezogener Patente außerhalb der Vereinigten Staaten gesichert. Damit seien sowohl bestehende Technologien als auch Innovationen abdeckt, die in den kommenden fünf Jahren zur Entwicklung anstünden.

Aiko habe durch eigene unabhängige Forschung und Entwicklung bisher weltweit rund 750 BC-bezogene Patente aufgebaut. Mit dem jüngsten erweiterten Patentzugang sei das Unternehmen nun berechtigt, insgesamt über 1.400 BC-bezogene Patente zu nutzen. Dieses integrierte Patentökosystem schaffe einen der substanziellsten und strukturell am schwersten zu umgehenden technologischen Schutzgräben im Segment der photovoltaischen Rückkontakt-Technologien. Dies geschehe genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Technologie in die großskalige Kommerzialisierung eintrete.

Kupfer statt Silber

Für europäische Solarentwickler, Distributoren und Anlagenbetreiber bedeute diese neue strukturelle Sicherheit, dass mit BC-Technologie verbundene Patentrisiken auf Systemebene beseitigt werden. Kunden müssen bei der Planung langfristiger Projekte keine komplexen rechtlichen Prüfungen mehr durchführen, sich keine Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen machen oder sich gegen Streitigkeiten im Bereich des geistigen Eigentums absichern. Diese Sicherheit sei fest in der Grundlage von Aikos globaler Technologieplattform verankert und gelte für jedes ABC-Modul, auf dem europäischen Markt.

Die ABC-Technologie von Aiko sei bereits im großen Maßstab validiert. Sie setzen die Rückkontakt-Module die weltweit erste nachweislich funktionierende und massenproduktionstaugliche Kupfer-Verbindungs-Lösung ein und substituiere damit Silber. Diese proprietäre Innovation sorge für Kostenstabilität und reduziere die Abhängigkeit von der Preisvolatilität bei Edelmetallen. Das gestärkte Patent-Portfolio beseitige nun die letzte verbleibende nicht-technische Hürde für die Einführung in Europa.

Quelle: Aiko | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH


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