Photovoltaik-Betrieb E-Lion nutzt Solarrechner als Vertriebsinstrument
Foto: E-Lion GmbHDer Photovoltaik-Betrieb E-Lion aus Söding in der Steiermark setzt bereits vor dem Erstgespräch auf den Solarmaker, einen digitalen PV-Rechner der Tiroler Softwarefirma Wunderwerk Software GmbH. Interessent:innen geben dort grundlegende Daten wie Adresse und Stromverbrauch ein und können optional Wärmepumpe oder Ladestation für Elektroautos berücksichtigen. Auf dieser Basis erhalten sie eine erste Einschätzung zu Solaranlagengröße, Kosten und Amortisation und schicken ihr Photovoltaik-Projekt als Anfrage ab.
„Der Interessent qualifiziert sich mit dem Solarmaker komplett selbst. Früher musste ich das machen“, sagt Dominik Sackl, bei E-Lion verantwortlich für den Vertrieb. „Die Qualität der Anfragen ist deutlich höher als früher.“ Der Rechner filtere einerseits Personen heraus, die nicht ernsthaft interessiert sind. Andererseits beschäftigen sich Interessent:innen bereits vorab mit ihrem PV-Projekt und bringen eine klare Vorstellung von Anlagengröße, Nutzen und Budgetrahmen mit.
E-Lion wirbt für Solarmaker über Kurzvideos auf Facebook und Instagram
Neben der Qualität habe auch die Anzahl der Anfragen zugenommen. E-Lion bewirbt den Solarmaker über Kurzvideos auf Facebook und Instagram. Die Anzeigen zielen nicht auf einen direkten Kauf, sondern laden dazu ein, die eigene Solaranlage selbst zu berechnen. Der Klick führt direkt zum Solarmaker im E-Lion-Design. Entscheidend sei, im PV-Rechner realistische Preise zu hinterlegen. „Wer zu niedrig ansetzt und später deutlich teurer wird, verärgert den Interessenten. Wer hingegen zu hoch ansetzt, verschreckt ihn, bevor es überhaupt zum Gespräch kommt“, so Sackl.
Zwischen dem 1. Oktober 2025 und dem 1. März 2026 gingen auf diesem Weg 95 fertig konfigurierte Anfragen ein. Zusätzlich hinterlegten 250 Personen ihre Kontaktdaten, ohne die Anfrage abzuschicken. Die letztgenannten Kontakte fasst E-Lion per E-Mail nach. „Sicher ist nicht jeder davon ernst gemeint, aber unterm Strich antworten etwa die Hälfte“, sagt Sackl. Insgesamt funktioniere der Weg über den Solarmaker besser als Anzeigen, die auf die Webseite führen. Auch wenn sich nicht immer eindeutig sagen lasse, über welchen Kanal ein Interessent ursprünglich auf E-Lion aufmerksam geworden ist.
E-Lion: Vom digitalen Einstieg zur konkreten Planung
Bei E-Lion endet der Prozess nach der Anfrage nicht. Liegen alle relevanten Informationen vor, erstellt das Unternehmen für jedes Photovoltaik-Projekt ein individuelles Konzept mit Design-, Statik- und Wirtschaftlichkeitsbericht. Beim Vor-Ort-Termin entsteht mithilfe einer Vermessungsdrohne ein exaktes dreidimensionales Modell von Gebäude und geplanter PV-Anlage.
Das Unternehmen wächst in eine Phase, in der die Photovoltaik-Branche unter Druck steht. Manche Elektrofachbetriebe wenden sich vom PV-Geschäft ab, Berichte über Insolvenzen verstärken die Unsicherheit. E-Lion eröffnete dagegen einen neuen Standort in Frohnleiten im Bezirk Graz-Umgebung. Zudem sind derzeit drei Stellen ausgeschrieben, zwei davon für den neuen Standort in Frohnleiten.
Der Rechner Solarmaker entstand nicht im Auftrag eines Kunden, sondern als eigenes SaaS-Projekt für Photovoltaik-Betriebe. „Viele Endkunden wissen ungefähr, was Photovoltaik macht, aber nicht, wie viel sie ihnen im eigenen Haus wirklich bringt“, erklärt wunderwerk-Geschäftsführer Christoph Niedermoser. Ziel sei es, mehr Menschen für Photovoltaik zu begeistern, Klarheit zu schaffen und zugleich PV-Betriebe zu unterstützen, die Wert auf hohe Qualität und saubere Beratung legen.
Quelle: Wunderwerk Software | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH