Neuer Stadtwerke-Leitfaden zur Finanzierung der Energiewende durch Bürgerbeteiligung

Ein Mensch stapelt Münzen, die Bürgerbeteiligung kann als Instrument der Eigenkapital- und Co-Finanzierung von Energiewende-Projekten von Stadtwerken dienen.Foto: Andrey Popov / stock.adobe.com
Der Leitfaden stellt Finanzierungsmodelle vor, die es ermöglichen, kleine bis mittlere Investitionsbeträge zu bündeln und als relevanten Finanzierungsbaustein einzusetzen.
Die Einbindung von Bürger:innen, Kund:innen und Mitarbeitenden kann Stadtwerken eine breite Kapitalbasis beschaffen und gleichzeitig die Identifikation mit lokalen Energieprojekten stärken. Ein neuer Stadtwerke-Leitfaden zeigt unterschiedliche Modelle zur Finanzierung der Energiewende durch Bürgerbeteiligung auf.

Die Eueco GmbH, ein Anbieter von digitalen Lösungen zur Bürgerbeteiligung an Energie‑ und Infrastrukturprojekten, hat einen Stadtwerke-Leitfaden herausgebracht. Der steigende Investitionsbedarf für erneuerbare Energien, Speicher und Strom- und Wärmenetze erfordert nach Ansicht des Unternehmens neue Ansätze in Finanzierungsstrukturen von Stadtwerken und Energieversorgungsunternehmen. Vor diesem Hintergrund rücke die finanzielle Bürgerbeteiligung verstärkt in den Fokus. Der neue Leitfaden „Finanzierung für Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen – Bürgerbeteiligung als Instrument der Eigenkapital- und Co-Finanzierung“ soll zeigen, wie Stadtwerke Bürgerbeteiligungen als strategischen Baustein der Eigenkapital- und Co-Finanzierung nutzen können.

Der Leitfaden unterscheidet zwei zentrale Anwendungsfälle: Projektbezogene Finanzierungen über separate Projektgesellschaften (SPV) und Finanzierungen ohne Projektgesellschaft auf Ebene des Stadtwerks. Je nach Struktur übernimmt Bürgerkapital unterschiedliche Funktionen – von wirtschaftlichem Eigenkapital in Projekten bis hin zu langfristiger Kapitalstärkung auf Unternehmensebene.

Relevante Modelle zur Finanzierung der Energiewende durch Bürgerbeteiligung für Stadtwerke

Besonders relevant sind dabei Modelle wie:

  • Nachrangdarlehen in Projektgesellschaften
  • Genussrechte auf Unternehmensebene
  • Schwarmfinanzierung als digitale Umsetzungsform

Diese ermöglichen es, kleine bis mittlere Investitionsbeträge effizient zu bündeln und als relevanten Finanzierungsbaustein einzusetzen.

Gerade die Einbindung von Bürger:innen, Kund:innen und Mitarbeitenden kann eine breite Kapitalbasis schaffen und gleichzeitig die Identifikation mit lokalen Energieprojekten stärken. Die Beteiligten erhalten eine vertraglich geregelte Vergütung und Beteiligung an der Rendite, die Stadtwerke behalten die vollständigen Stimmrechte.

Bürgerbeteiligung ist laut Eueco kein kurzfristiges Finanzierungsinstrument, sondern ein langfristiger Bestandteil moderner Finanzierungsstrategien. Gleichzeitig gibt der Leitfaden ganz konkrete, praxisnahe Hinweise für die Umsetzung – etwa in Bezug auf Abwicklung und rechtlicher Begleitung. „Eine klare Rollenverteilung reduziert Risiken, erhöht die Rechtssicherheit und schützt Stadtwerke vor wirtschaftlichen sowie reputativen Schäden. Dazu gehört auch, das Thema für sich zu standardisieren und so skalier- und replizierbar zu machen. Aufwände nicht auszulagern, sondern gezielt zu reduzieren, und zwar über eine eigene Beteiligungsplattform, so wie es über 100 Stadtwerke bereits tun“, sagt Josef Baur, Geschäftsführer der Eueco GmbH.

Den Leitfaden „Finanzierung für Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen – Bürgerbeteiligung als Instrument der Eigenkapital- und Co-Finanzierung“ kann man unter diesem Link bei Eueco kostenlos bestellen.

Quelle: Eueco | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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