Flächenrecycling: Photovoltaik-Solarparks für ehemalige Bergbauflächen

Symbolischer Spatenstich mit Offiziellen für die Photovoltaik-Anlage im Steinbruch Hannover von Heidelberg Materials.Foto: WI Energy GmbH
André Becker (Mitglied des Stadtbezirksrats Misburg-Anderten), Daniel Schmidt (Werkleiter von Heidelberg Materials), Dr. Thomas Mann (Sprecher der Geschäftsführung von Ampega Asset Management) und Michael Reichert (Geschäftsführer der WI Energy GmbH starten das Photovoltaik-Projekt in Hannover.
Auf Flächen, die Heidelberg Materials bergwerklich genutzt hat, sollen Solarparks entstehen. Dafür arbeitet der Baustoffkonzern mit Talanx und WI Energy zusammen. Das erste Photovoltaik-Projekt in Hannover ist nun angelaufen.

Der Bergbaukonzern Heidelberg Materials, der Vermögensverwalter Ampega Asset Management aus dem Talanx-Konzern und der Projektentwickler WI Energy haben eine langfristig angelegte Industriepartnerschaft gestartet. Ziel der Zusammenarbeit ist der Bau von Photovoltaik-Großprojekten auf nicht mehr bergwerklich genutzten Flächen des Baustoffkonzerns.

Die gemeinsame Projektpipeline umfasst zahlreiche Photovoltaik-Vorhaben im gesamten Bundesgebiet und soll auch die Integration von Batteriespeicher-Systemen umfassen. Den Auftakt bildet eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit rund 25 MW Leistung am Standort Hannover, deren Bau im Frühjahr 2026 begonnen hat.

Flächenrecycling mit Photovoltaik bei Heidelberg Materials

Das in Hannover entstehende Solarkraftwerk wird Strom in einer Größenordnung produzieren, die rechnerisch dem Jahresverbrauch von rund 7.200 Haushalten entspricht. Rund 60 Prozent des erzeugten Solarstroms gehen über eine langfristige Direktlieferung unmittelbar an ein Produktionswerk von Heidelberg Materials. Das unterstützt die Nachhaltigkeitsstrategie des Baustoffkonzerns. Das Vorhaben ist exemplarisch für die Aufwertung ehemaliger Industrieflächen: Wo man einst Gestein abgebaut hat, entsteht heute nachhaltige Energieerzeugung – ohne Nutzungskonkurrenz zur Landwirtschaft.

Als Greentech-Unternehmen mit Sitz in Trier verfügt WI Energy über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der Realisierung anspruchsvoller Photovoltaik- und Batteriespeicher-Projekte – auch unter komplexen Rahmenbedingungen. Bereits Anfang 2025 hatten WI Energy und Heidelberg Materials gemeinsam ein Floating-PV-Großprojekt in Betrieb genommen. Für das aktuelle Photovoltaik-Großprojekt in Hannover verantwortet WI Energy die vollständige Wertschöpfungskette: Projektentwicklung und Genehmigungsführung, technische Auslegung, schlüsselfertige Errichtung sowie die langfristige technische und betriebswirtschaftliche Betriebsführung über die gesamte Lebensdauer des Solarparks.

Der Baustart in Hannover ist der Auftakt einer langfristig angelegten Zusammenarbeit der drei Partner. Über die Photovoltaik-Projektpipeline hinaus prüfen die Partner die Integration von Batteriespeicher-Systemen (BESS) in die bestehende Investitionslogik. Das in Hannover entwickelte Umsetzungsmodell soll zudem als Blaupause für eine neue Generation nachhaltiger Industriepartnerschaften dienen, die Wirtschaftlichkeit, Dekarbonisierung und Technik zusammenführt.

Quelle: WI Energy | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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