Priwatt und Soluxtec melden Insolvenz an
Grafik: CrazyCloud / stock.adobe.comDie beiden PV-Unternehmen Priwatt GmbH sowie Soluxtec haben jeweils Insolvenz angemeldet. Wie Jakob Joeres, Rechtsanwalt und Senior Partner der dhpg in Trier mitteilte, hat der Bitburger Hersteller von Solarmodulen, Soluxtec, beim Amtsgericht Bitburg am 29.04.2026 einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Das Amtsgericht habe Joeres zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Soluxtec wolle die Möglichkeiten der Sanierung in der Regelinsolvenz nutzen.
„Der Erhalt aller Arbeitsplätze und das unveränderte Beliefern der Kunden mit hochwertigen Solarmodulen ist das erklärte Ziel. Gespräche mit möglichen Investoren sind bereits aufgenommen, die hoffentlich zeitnah zu einem guten Abschluss gebracht werden“, sagt Tim Leukert, Geschäftsführer der Soluxtec.
Gemeinsame Aufgabe des vorläufigen Insolvenzverwalters und der Soluxtec-Geschäftsführung sei es nun, den fortlaufenden Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. „Unmittelbar nach Anordnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens verschaffe ich mir zunächst einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Situation. Parallel dazu werde ich umgehend die Gespräche mit der Geschäftsleitung und möglichen Investoren aufnehmen“, sagt Jakob Joeres.
Soluxtec produziert seit 15 Jahren Solarmodule an den deutschen Standorten Bitburg und Föhren. Trotz steigender Nachfrage sei der Markt von einem hohen internationalen Wettbewerb und damit verbundenen sinkenden Modulpreisen geprägt. Über den Weg der Regelinsolvenz möchte sich das Unternehmen nun neu aufstellen.
Auch die auf Balkon-Solar spezialisierte Priwatt ist in der Insolvenz. Das zeigt eine Mitteilung des Amtsgerichtes Leipzig. Demnach hat das Gericht das Verfahren am 7. April 2026 eröffnet. Es hat zudem Reinhard Klose von der Kanzlei Floether und Wissing zum Insolvenzverwalter bestellt.
Quelle: DHPG / Amtsgericht Leipzig | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH