AEE legt Hintergrundpapier zum Energy Sharing vor
Foto: Bündnis Bürgerenergie e.V., Jörg FarysEnergy Sharing ist eine neue Option, um Photovoltaikstrom aus Dachanlagen zu vermarkten. Die Agentur Erneuerbare Energien (AEE) informiert in einem Hintergrundpapier über diese Möglichkeiten auf Ebene der einzelnen Bundesländer.
Das neue Energy Sharing Modell, das der Bundestag im November 2025 verabschiedet hat und das im Juni in Kraft tritt, erlaubt es selbst erzeugten Strom durch das öffentliche Netz zu Stromabnehmern in der näheren Umgebung zu leiten und zu verkaufen. Damit Stromerzeugung und -verbrauch korrekt gemessen und abgerechnet werden können, müssen die Beteiligten mit Smart Meter ausgestattet werden. Für Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen komme zu Einspeisevergütung oder Marktprämie eine alternative Vermarktungsoption hinzu.
„Die Vorteile von Energy Sharing liegen auf der Hand: Haushalte ohne eigene PV-Anlage können Strom beim Nachbarn günstiger beziehen. Der produzierte PV-Strom wird auch eher direkt vor Ort verbraucht, insbesondere, wenn Preisvorteile Anreize für eine zeitliche Verlagerung des Verbrauchs schaffen. Die gemeinsame Erzeugung und Nutzung von lokal erzeugtem Ökostrom stärkt die Energiewende als gemeinschaftliches Projekt“, so AEE-Geschäftsführer Dr. Robert Brandt.
Allerdings erfüllen in Deutschland laut AEE erst 5,5 Prozent der Haushalte die Voraussetzung eines Smart Meters.
Energy Sharing betrifft vor allem die klassischen Photovoltaik-Dachanlagen. 4,5 Millionen Anlagen sind auf Gebäuden in Deutschland installiert. Am meisten finden sich in Bayern (1.128.318), Nordrhein-Westfalen (808.923) und Baden-Württemberg (763.989). In den Stadtstaaten sind mehr als 90 Prozent der PV-Anlagen „bauliche Anlagen“. Unter den Flächenländern führen Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen die Spitze an. Die meisten Bundesländer haben zudem eine Solarpflicht für Neubauten und bei Dachsanierungen sowie teilweise auch beim Bau neuer öffentlicher Parkplätze eingeführt.
Vor diesem Hintergrund lassen sich die Möglichkeiten in den einzelnen Bundesländer ableiten. Wie das genau aussieht, fasst die AEE in einem Hintergrundpapier zusammen.
Quelle: AEE | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH
Der Solarserver berichtet regelmäßig über die Entwicklung beim Energy Sharing: