Sunmaxx: PVT sichert Energiebedarf für Schweizer Klinikum

PVT-Module auf dem Dach eines nachhaltig gebauten Klinikums in Basel-Land.Foto: IB-Krallinger GmbH
PVT-Module auf dem Dach eines nachhaltig gebauten Klinikums in Basel-Land.
Die Solarenergie soll den Großteil des Strom- und Wärmebedarfs eines neuen Klinikums im Schweizer Kanton Basel-Land liefern. Die Aufgabe übernehmen 300 PVT-Module des Herstellers Sunmaxx.

Mit 300 PVT-Modulen will sich ein neu gebautes Schweizer Klinikum weitgehend unabhängig mit Energie versorgen. Wie Produzent Sunmaxx mitteilte, sei das Projekt ein Meilenstein für die Wärmewende im Gesundheitswesen. Dabei verbinde sich nachhaltiges Bauen mit regenerativer Energieversorgung.

Das Klinikgebäude im Kanton Basel-Land in Massivholzbauart ist mit photovoltaisch-thermischen Hybridmodulen (PVT) des sächsischen Herstellers ausgestattet. Die Module liefern Wärme und Strom zugleich. Nachts und in der dunklen Jahreszeit liefere der rückseitig integrierte Wärmetauscher zusätzlich Wärme aus der Umgebungsluft. Ferner lasse sich überschüssige Wärme aus den Sommermonaten im Erdreich für den Winter speichern. Das System verfüge zudem über ein Erdsondenfeld, das als saisonaler Wärmespeicher und Backup-Lieferant im Winter fungiert.

Die thermische Energie aus den PVT-Modulen diene dabei als Quelle für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe. Der erzeugte Solarstrom versorgt die elektrischen Verbraucher im Gebäude. Er decke bilanziell die gesamten Betriebsstunden der Haustechnik ab. Das Klinikum profitiere insgesamt von niedrigen Energiekosten.

Wirtschaftliche Konditionen

Josef Krallinger, Geschäftsführer des mit dem Projekt beauftragten Ingenieurbüros IB-Krallinger GmbH, erklärt: „Die Integration von PVT in das Energiekonzept der neuen Klinik ermöglicht maximale Flächeneffizienz auf dem Klinikdach und sorgt gleichzeitig für die Regeneration des Erdsondenfelds. Dies schützt vor schleichender Auskühlung und schafft eine stabile, langlebige Infrastruktur, die sich über Jahrzehnte betreiben lässt, ohne an Leistungsfähigkeit einzubüßen.“

Dr. Wilhelm Stein, Geschäftsführer von Sunmaxx, sagt über das Projekt: „Unsere Module erzielen einen Rekord-Gesamtwirkungsgrad von über 80 Prozent. Als führender Hersteller industriell gefertigter PVT-Module können wir die Technologie zu wirtschaftlichen Konditionen anbieten. Mit Sunmaxx wird PVT massentauglich.“

Für den Massivholzbau war das Unternehmen Thoma Holz zuständig. „Der Baustoff Holz – verbaut in seiner besten Form, also mechanisch verbunden und ohne Bauchemie – steht für Nachhaltigkeit, Gesundheit und Zukunftsfähigkeit”, sagt Geschäftsführerin Elisabeth Thoma. “In Verbindung mit regenerativen Energien entsteht ein Gebäudekonzept, das ästhetisch überzeugt und langfristig ökologische und wirtschaftliche Vorteile bietet. Für den Kunden bedeutet das zusätzlich zu einem gesunden Lebensraum komplette Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas.“

Quelle: Sunmaxx | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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