Antragsstopp beim Förderprogramm Energetische Stadtsanierung
Grafik: Andrii-Yalanskyi / stock.adobe.comIm Förderprogramm Energetische Stadtsanierung (KfW 432) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) können Kommunen ab sofort keine neuen Anträge mehr stellen. Das hat das Ministerium mitgeteilt. Aufgrund der hohen Nachfrage seitens der Kommunen sind die für Neuzusagen zur Verfügung stehenden Bundesmittel ausgeschöpft. Der Bund hatte das Programm erst Ende 2025 wieder aufgenommen, nachdem er es 2023 nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Bundeshaushalt gestoppt hatte.
Bereits bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingegangene Anträge will man weiterhin prüfen. Förderzusagen kann die KfW im Falle der Förderfähigkeit und soweit entsprechende Bundesmittel noch zur Verfügung stehen, weiterhin erteilen. Bereits bewilligte Zuschüsse sind von dem Antragsstopp nicht betroffen.
Das Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ soll Kommunen und ihre Partner beim klimagerechten Umbau von Stadtquartieren unterstützen und trägt damit laut BMWSB zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 bei. Im Vordergrund steht die Minderung des CO2-Ausstoßes. Das Programm fördert Konzepte für energetische Sanierungen und für die Dekarbonisierung der Energieversorgung im Quartier sowie Sanierungsmanagement, das die Umsetzung dieser Konzepte begleitet.
Die Konzepte können neben energetischen Aspekten auch städtebauliche, denkmalpflegerische, wohnungswirtschaftliche und soziale Fragestellungen berücksichtigen. Neben der CO2-Reduktion können Kommunen auch für Maßnahmen zur Klimaanpassung, zum Ausbau von Stadtgrün oder für den Einsatz digitaler Technologien Fördermittel erhalten. Somit bietet das Förderprogramm Energetische Stadtsanierung die Chance, den für den Klimaschutz notwendigen Umbau der Stadtquartiere gleichzeitig für die Entwicklung nachhaltiger Quartiere mit hoher Lebensqualität zu nutzen. Zudem ist das Programm laut BMWSB ein wichtiger Baustein, um in den kommenden Jahren die Umsetzung der Wärmeplanung voranzubringen.
Quelle: BMWSB | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH