LEE-NRW-Studie: Volllaststunden von Windenergieanlagen steigern

Eine Kurve zeigt Entwicklung der Volllaststunden von Windenergieanlagen an Land von 2005 bis 2023.Grafik: Deutsche WindGuard / Studie Volllaststunden von Windenergieanlagen an Land
Entwicklung der Volllaststunden von Windenergieanlagen an Land.
Seit der Umstellung der EEG-Fördersystematik im Jahr 2018 steigt die Anzahl der Volllaststunden von Windenergieanlagen an Land nicht mehr an. Eine Studie im Auftrag des LEE NRW zeigt, wie sich dies ändern könnte, um die Systemdienlichkeit künftiger Windenergieanlagen zu erhöhen.

Aus einer aktuellen, vom Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) NRW beauftragten Studie zu Windenergieanlagen geht hervor, dass man Volllaststunden von Windenergieanlagen an Land deutlich steigern könnte. So können neue Windkraftanlegen deutlich systemdienlicher sein und das kann die Netzausbaukosten deutlich verringern.

Die Studie gibt insgesamt Aufschluss über die bisherige Entwicklung der Anlagentechnik und bewertet relativ einfach umsetzbare Änderungen der gesetzlich geregelten Einspeisevergütung um die Systemdienlichkeit künftiger Windenergieanlagen deutlich zu erhöhen. Denn grundsätzlich gilt: Höhere Volllaststunden führen zu einer gleichmäßigeren Einspeisung und dadurch zu einer besseren Auslastung der jeweiligen Netzanbindungen. So fließt mehr Strom durch weniger Netz.

Moderne Windenergieanlagen sind laut Studie immer höher und leistungsfähiger. So hat sich zwischen 2005 und 2024 der Rotordurchmesser verdoppelt. Außerdem nehmen Nabenhöhe und Gesamthöhe weiter zu. Mit der Größe der Anlagen ist auch ihre Leistungsfähigkeit enorm angestiegen. Die Umstellung der EEG-Fördersystematik 2018 markiert den Startpunkt einer besonders deutlichen Zunahme der Nennleistung auf inzwischen über 7 Megawatt, die laut Prognose anhalten, sich aber abschwächen wird.

Auswirkungen auf die Volllaststunden von Windenergieanlagen an Land

Seit der Umstellung der EEG-Fördersystematik im Jahr 2018 steigt allerdings die Anzahl der Volllaststunden nicht mehr an und stagniert. Das ist aber nicht im Sinne der Systemverantwortung und es gilt Maßnahmen zu ergreifen, um insbesondere die Kosten des Netzausbaus zu senken.  

Der LEE NRW möchte mit dieser Studie zeigen, welche Maßnahmen man ergreifen müsste, um den Wert des erzeugten Windstroms deutlich zu steigern. Die Hebel der Wahl sind dabei einfach umsetzbar und Windparks im Ausland setzen dieses laut Verband auch erfolgreich um. Ein Hebel ist die Reduzierung der spezifischen Rotorflächenleistung der Windenergieanlagen. Das bedeutet wieder kleinere Generatoren in Relation zur Rotorfläche einzusetzen,. Der andere Hebel ist das weitere Auseinanderstellen der Windenergieanlagen. Die Mittel sind einfach umsetzbar und sparen darüber hinaus Geld bei dem Bau der Anlagen, denn kleinere Generatoren brauchen weniger teures Edelmetall.

„Die Studie gibt uns vor allem einen wertvollen Impuls zur aktuellen Debatte, wie die Systemkosten der Energiewende gesenkt werden können. Wirtschaftliche Anreize zur Erhöhung der Volllaststunden müssen im Fokus stehen bei der Entwicklung eines ganzheitlichen, systemdienlichen Strommarktdesigns“, sagt LEE NRW-Geschäftsführer Christian Vossler.

Die Studie „Volllaststunden von Windenergieanlagen an Land“ der Deutschen WindGuard GmbH im Auftrag des LEE NRW ist unter diesem Link zu finden.

Quelle: LEE NRW | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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