Aiwanger fordert: Wasserkraft nicht kaputtreformieren
Foto: StMWiBayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat bei einem Besuch des Wasserkraftwerks Höllenstein im Landkreis Regen die Bedeutung der Wasserkraft für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung betont. Das Kraftwerk erzeugt seit 1926 zuverlässig Strom und steht beispielhaft für die Leistungsfähigkeit der heimischen Wasserkraft. „Die Wasserkraft ist eine unserer verlässlichsten erneuerbaren Energiequellen. Sie liefert Tag und Nacht Strom, stabilisiert das Netz und trägt zur Versorgungssicherheit bei“, sagt Aiwanger. „Das Höllensteinkraftwerk beweist seine Zuverlässigkeit bereits seit 100 Jahren. Wer eine erfolgreiche Energiewende will, muss die Wasserkraft stärken statt sie durch immer neue Auflagen auszubremsen.“
Dabei verwies der Minister vor allem auf die Änderungen für die kleine Wasserkraft, die im Referentenentwurf der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG 2027) vorgesehen sind: „Wer sichere Stromversorgung will, darf die Wasserkraft nicht kaputtreformieren. Die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für Neuanlagen unter 25 Kilowatt führt dazu, dass sich der Betrieb nicht mehr lohnt. Und auch Bestandsanlagen, die modernisiert werden, sollen keine EEG-Förderung mehr erhalten. Das wäre das Aus für die kleine Wasserkraft, die wir aber für unsere dezentrale Energieversorgung benötigen. Deshalb machen wir uns sowohl für die kleine als auch für die große Wasserkraft stark.”
Aiwanger sprach sich zugleich für einen praxisnahen Ausgleich zwischen Energieerzeugung und Naturschutz aus. „Wasserkraft und Fischschutz können Hand in Hand gehen. Höllenstein zeigt mit seiner innovativen Fischwanderhilfe, dass gute Lösungen möglich sind“, so der Minister. „Wir brauchen dabei Augenmaß und eine ganzheitliche Betrachtung der Gewässer statt immer neuer Einzelauflagen für die Betreiber.“
Das Wasserkraftwerk Höllenstein verfügt über eine installierte Leistung von 3,4 Megawatt und erzeugt jährlich rund 13,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Bayernweit produzieren rund 3.800 Wasserkraftanlagen im langjährigen Mittel etwa 12 Milliarden Kilowattstunden Strom.
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