Solarwatt Battery vision 2.0: 4,3 kWh Speicherkapazität pro Modul

An einer Innenwand montierter Wechselrichter über zwei modularen Batteriespeichern von Solarwatt. Die Speichersysteme stehen auf dem Boden eines Technikraums und gehören zur neuen Heimspeicher-Generation Battery vision 2.0.Foto: Solarwatt GmbH
Solarwatt hat die zweite Generation seines Heimspeichers Battery vision vorgestellt. Die Battery vision 2.0 bietet nach Unternehmensangaben 4,3 kWh nutzbare Speicherkapazität pro Modul und lässt sich modular auf bis zu 259 kWh ausbauen.
Die Solarwatt GmbH bringt mit der Battery vision 2.0 eine neue Generation seines modularen Heimspeichers auf den Markt. Die nutzbare Kapazität pro Batteriemodul steigt nach Unternehmensangaben von 2,6 auf 4,3 kWh. Der Speicher ist ab sofort verfügbar und soll insbesondere für Anwendungen der Sektorenkopplung ausgelegt sein.

Der Dresdner Anbieter Solarwatt stellt die Battery vision 2.0 auf der Fachmesse The smarter E Europe vom 23. bis 25. Juni 2026 in München vor. Gegenüber dem Vorgängermodell erhöht sich die nutzbare Kapazität eines Batteriemoduls von 2,6 auf 4,3 kWh. Nach Angaben des Unternehmens steht damit bei nahezu gleichen Abmessungen deutlich mehr Speicherkapazität zur Verfügung.

Modularer Aufbau mit hoher Skalierbarkeit

Die Battery vision 2.0 ist modular aufgebaut. Ein Turm besteht aus zwei bis sechs Batteriemodulen mit je 4,3 kWh. Damit reicht die nutzbare Kapazität eines Batterieturms von 8,6 bis 25,9 kWh. An einem Wechselrichter lassen sich zwei Türme betreiben, was nach Unternehmensangaben Hardware-Kosten spart. Für größere Anlagen können bis zu zehn Türme kombiniert werden – das entspricht einer Gesamtkapazität von 259 kWh.

Abwärtskompatibel mit Battery vision 1.0

Bestehende Installationen der Version 1.0 lassen sich mit Modulen der Version 2.0 ergänzen. Dadurch sollen sich vorhandene Systeme ohne Austausch bestehender Komponenten erweitern lassen. Die neue Generation ist laut Solarwatt mit dem SOLARWATT Inverter vision abgestimmt. Die Kombination ermöglicht Installation als AC- oder DC-Batterie sowie eine Notstromfunktion. Nach weiteren Angaben des Herstellers erfolgt die Installation und Inbetriebnahme im Plug-and-play-Verfahren.

Ausgelegt auf Sektorenkopplung und bidirektionale Anwendungen

Der Speicher ist für Anwendungen vorgesehen, die über die klassische Eigenverbrauchsoptimierung hinausgehen. Dazu zählen die Kombination mit dynamischen Stromtarifen, Vehicle-to-Home-Konzepte sowie künftige Flexibilitätsvermarktungsmodelle. Ferner verbleiben nach einem Energiedurchsatz von mehr als 16 MWh noch 80 Prozent der ursprünglichen Speicherkapazität. Nach 22 MWh Energiedurchsatz pro Batteriemodul soll die Restkapazität noch 70 Prozent betragen. Das entspricht laut Solarwatt mehr als 5 MWh pro kWh installierter Kapazität.

Das Unternehmen beziffert zudem den garantierten Energiedurchsatz eines voll ausgebauten Speichersystems mit zehn Batterietürmen auf 132 MWh. Die garantierte Funktionsdauer liegt bei zehn Jahren.

Anbindung an Energiemanagement und Wechselrichter

Bis zu zwei Batterietürme können an einem Wechselrichter betrieben werden. Dies soll den Hardwareaufwand bei größeren Speicherkapazitäten reduzieren. Speicher und Wechselrichter basieren auf einer Hochvolt-Topologie und sind aufeinander abgestimmt. Der Speicher kann in das Heimenergiemanagementsystem von Solarwatt eingebunden werden. Darüber sind laut Solarwatt auch Anwendungen mit dynamischen Stromtarifen möglich.

Die Battery vision 2.0 ist ab sofort lieferbar. Die bisherige Version 1.0 bleibt weiterhin im Programm.

Heimspeicher übernehmen neue Funktionen im Energiesystem

Die Ausrichtung auf dynamische Stromtarife, Vehicle-to-Home-Anwendungen und Flexibilitätsvermarktung zeigt, dass Heimspeicher zunehmend als Bestandteil eines vernetzten Energiesystems betrachtet werden. Entsprechend gewinnen neben Speicherkapazität auch Steuerungs- und Integrationsfunktionen an Bedeutung.

Quelle: Solarwatt GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Schließen