Ronma will Solarmodulproduktion von Soluxtec übernehmen und ausbauen

PV-Module in Fertigungslinie mit RoboterarmenFoto: IM Imagery / stock.adobe.com
Symbolbild: Moderne Solarmodulfertigung.
Der chinesische Produzent für Solarzellen und Solarmodule, Ronma, will die Produktion der insolventen Trierer Soluxtec fortführen und ausbauen. Der Markenname soll dabei erhalten bleiben.

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Soluxtec GmbH hat sich mit der Ronma Deutschland GmbH ein strategischer Investor gefunden, der die Solarmodulproduktion am existierenden Standort in Trier fortsetzen will. Das teilte die Kanzleigruppe DHPG mit. Das Amtsgericht Bitburg hatte am 1. Juli 2026 das Insolvenzverfahren eröffnet und Jakob Joeres von der DHPG zum Insolvenzverwalter bestellt. Bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren stand die Fortführung des Geschäftsbetriebs sowie die Suche nach einer tragfähigen Investorenlösung im Mittelpunkt.

Remna wolle den Produktionsstandort Trier-Föhren ab dem 1. Juli 2026 in einer neuen Struktur fortführen. Dafür sei allerdings zuvor die hierfür erforderliche Investitionsprüfung durch das zuständige Bundesministerium noch abzuschließen. Soluxtec fertige seit rund 15 Jahren Solarmodule ausschließlich an deutschen Standorten.

Langfristiger Ausbau auf 3 GW in Trier

Die Neustrukturierung soll an die bisherigen Stärken von Soluxtec anknüpfen. Erhalten und weiterentwickelt werden sollen insbesondere die Marke Soluxtec, die bestehenden Produktionsanlagen am Standort Trier-Föhren sowie das technische Kernteam mit langjähriger Erfahrung in der Fertigung von Photovoltaikmodulen. Zugleich sei vorgesehen, moderne Produktionslinien aufzubauen und die Fertigungskapazitäten schrittweise auszubauen. Langfristig ist eine Produktionskapazität von bis zu 3,0 Gigawatt (GW) am Standort Trier-Föhren geplant.

Im Mittelpunkt der künftigen Produktstrategie stehen neue PV-Module mit einer Spitzenleistung von bis zu 520 W und einem Wirkungsgrad von mehr als 23.5%. Die Auslieferung erster neuer Produkte ist nach der derzeitigen Planung für September 2026 vorgesehen.

„Angesichts des internationalen Herstellergeschäfts und der besonderen Herausforderungen im Photovoltaikmarkt bin ich sehr dankbar, dass mit Ronma ein strategischer Investor eingestiegen ist, der die industrielle Perspektive des Standorts Trier-Föhren aufgreift und weiterentwickeln will. Damit besteht die Chance, die lokale Fertigung von Photovoltaikmodulen in Deutschland auf eine neue Grundlage zu stellen“, erklärt Rechtsanwalt Jakob Joeres, Insolvenzverwalter der Soluxtec GmbH.

„Die neue Entwicklungsphase unterstreicht das langfristige Bekenntnis von Soluxtec zur lokalen Produktion in Deutschland”, sagte Yongbu Yu, Geschäftsführer der Ronma Deutschland GmbH. Der Standort Föhren solle dabei eine zentrale Rolle in der weiteren industriellen Ausrichtung einnehmen. “Mit stabilen Zelllieferungen, modernisierten Produktionslinien und der langfristigen SOLUXTEC-2030-Roadmap sehen wir gute Voraussetzungen, um die Anforderungen des europäischen Markts an Leistung, Effizienz und Rückverfolgbarkeit zu erfüllen“, so Yu.

Quelle: DHPG | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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