PNE reduziert Verluste im ersten Halbjahr 2026
Illustration: frank29052515 / stock.adobe.com Der Projektierer für Windenergie und Photovoltaik, die PNE AG, hat die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Der Konzern weist eine Gesamtleistung in Höhe von 123,3 Millionen Euro (Vorjahr: 173,8 Millionen Euro) auf. Die Umsatzerlöse erreichten 96,8 Millionen Euro (Vorjahr: 73,9 Millionen Euro). Das um Einmaleffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen „normalised“ EBITDA betrug 27,4 Millionen Euro (Vorjahr: 4,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) lag im ersten Halbjahr 2026 bei 8,5 Millionen Euro (Vorjahr: -14,4 Millionen Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug -0,23 Euro (Vorjahr: -0,44 Euro).
Insgesamt veräußerte das Unternehmen acht Windenergie- und Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von 163,2 MW und nahm zugleich einen weiteren Windpark für das eigene Erzeugungsportfolio in Betrieb. „Wir haben in einem herausfordernden Marktumfeld wichtige operative Erfolge erzielt und gezeigt, dass hochwertige Wind- und Photovoltaikprojekte weiterhin nachgefragt werden“, sagt Heiko Wuttke, CEO der PNE AG. „Gleichzeitig kommen wir mit unserem Transformations- und Kostenreduzierungsprogramm Focus & Deliver gut voran. Wir sehen aber auch, dass wir und die gesamte Branche derzeit einen harten Weg zu beschreiten haben, der von vielen Unsicherheiten geprägt ist.“ Vor einigen Tagen hatte die PNE AG gemeldet, dass die Preisvorstellungen etwaiger Erwerber der von ihr initiierte, strukturierte Prozess der Investorensuche für den Erwerb von bis zu 100 Prozent ihrer Aktien unterhalb des derzeitigen Börsenkursniveaus der PNE-Aktie liegen. Vor diesem Hintergrund ist laut Unternehmen unsicher, ob es zu einer Transaktion kommen wird.
Projektpipeline der PNE AG trotz Verkäufen stabil
Die Entwicklung der Projektpipeline liegt laut Unternehmen im Plan. Die Gesamtpipeline der PNE-Gruppe blieb trotz zahlreicher Projektverkäufe gegenüber Ende 2025 stabil. Zum 30. Juni 2026 belief sie sich auf 21,7 GW im Vergleich zu 21,8 GW zum 31. Dezember 2025. Der Anteil der Pipeline der Windenergie an Land betrug dabei zum Ende des ersten Halbjahres 14,6 GW. Die Photovoltaik-Pipeline enthielt Projekte mit 7,1 GW Leistung. Insgesamt beläuft sich der Anteil der Pipeline in den drei Kernmärkten Deutschland, Frankreich und Polen auf rund 12 GW. Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich in Deutschland insgesamt acht Windparks mit einer Nennleistung von 118,2 MW im Bau – davon vier Dienstleistungsprojekte mit einer Leistung von 59,2 MW.
Höherer Stromertrag im Eigenbetrieb
Insgesamt hat das Eigenbetriebsportfolio der PNE-Gruppe in den ersten sechs Monaten 2026 rund 408 GWh Strom erzeugt. Das sind rund 42 GWh mehr als im ersten Halbjahr 2025. Hier schlugen sich die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besseren Windverhältnisse nieder. Durch die Inbetriebnahme des Windparks Gnutz Ost wuchs das Eigenbetriebsportfolio wieder an und betrug Ende des ersten Halbjahres einschließlich des Holzheizkraftwerks Silbitz 484 MW.
Der Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts trägt dazu bei, den Anteil der stetigen Erträge in der PNE AG zu erhöhen. Das von der PNE-Gruppe betreute Auftragsvolumen im Betriebsmanagement ist gegenüber dem 31. Dezember 2025 von rund 3.103 MW auf rund 3.256 MW gewachsen. Das internationale Geschäft der Betriebsführung gewinnt damit im Bereich Services weiter an Bedeutung.
Für das Geschäftsjahres 2026 rechnet PNE mit einem „normalised“ EBITDA von 110 bis 140 Millionen Euro.
Der Halbjahresfinanzbericht 2026 der PNE AG ist unter diesem Link zu finden.
Quelle: PNE AG | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH