PV im Denkmalschutz: Solarstrom für Münchener Auferstehungskirche
Foto: Ina RöpckeDie Evangelisch-Lutherische Auferstehungskirche im Münchner Westend erzeugt seit Ende August 2026 Solarstrom. Dazu dient eine Photovoltaikanlage mit 65 Kilowatt Leistung auf dem Dach der 1931 eingeweihten Kirche. Daran gekoppelt sind zwei Batteriespeicher mit jeweils 30 Kilowattstunden Speicherkapazität.
Die Photovoltaikanlage sei Teil eines umfassenden Modernisierungs- und Klimaschutzprojektes der Auferstehungskirche, teilte die Kirche mit. Sie wolle auch die mit Erdgas betriebene Heizung durch eine moderne Großwärmepumpe ersetzen.
Auflagen für Modultyp
Um die PV-Anlage bauen zu können, habe die Gemeinde eine Genehmigung nach dem Bayerischen Denkmalschutzgesetz benötigt. Die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt München habe sie unter Auflagen erteilt. Dazu zählte die Vorschrift „monochrome dunkle Solarmodule ohne glänzende metallische Rahmungen“ einzusetzen. Die Kirche habe den Modultyp vor Beginn der Montage zur Abnahme bei der Behörde vorlegen müssen. Weiterhin sei es nicht erlaubt gewesen, die beiden Flächen des Satteldachs über dem Kirchenschiff voll zu belegen.
„Unser Ansprechpartner bei der Denkmalschutzbehörde war sehr kooperativ und hat uns viele gute Tipps gegeben“, sagt Kirchenvorstand Georg Ledig, der das Projekt leitet. „Das gleiche gilt für das Kirchengemeindeamt und das Landeskirchenamt.“ Vor Beginn der Montage der Solarmodule segnete Pfarrer Zahn die Monteure und wünschte ihnen Schutz und sicheren Tritt auf dem Dach.
Eine Photovoltaikanlage bedeute eine zusätzliche Last für das Dach. Deshalb sei eine Prüfung der Statik vorab Voraussetzung. Diese sei umso wichtiger, wenn der Dachstuhl und die Ziegel fast einhundert Jahre alt sind. Das Photovoltaik-Projekt war deshalb Anlass, das Dach gründlich zu inspizieren und zunächst einmal Schäden wie morsche Dachlatten zu beheben.
Der seit August 2026 erzeugte Solarstrom diene im ersten Schritt soweit wie möglich dem Eigenverbrauch in der Kirche, dem Gemeindehaus, dem Pfarrhaus und der Mesnerwohnung. Überschüssiger Strom finde Eingang in den beiden Batteriespeichern. Nur der dann noch überschüssige Solarstrom werde gegen eine Einspeisevergütung in das öffentliche Netz eingespeist.
Durch den selbst produzierten Solarstrom will die Kirchengemeinde beträchtliche Energiekosten einsparen. Das gilt umso mehr, sobald die Wärmepumpe installiert ist, deren Versorgung ebenfalls die 65 kW-PV-Anlage auf dem Dach übernehmen soll.
Quelle: Auferstehungskirche München | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH