Stromversorgung von KI-Rechenzentren: 1Komma5° und 2G Energy kooperieren

Im Bild 1Komma5°-CEO Philipp Schröder und 2G-Energy-CTO Frank Grewe, die bei der Stromversorgung von KI-Rechenzentren zusammenarbeiten wollen.Foto: 1Komma5°
1Komma5°-CEO Philipp Schröder (links) und 2G-Energy-CTO Frank Grewe haben die Kooperation der Unternehmen m Kraftwerk Berlin vorgestellt.
Das Energiemanagement Heartbeat AI von 1Komma5° soll KWK-Anlagen und Gasmotoren von 2G Energy steuern, die für die Stromversorgung von Rechenzentren zum Einsatz kommen. Die Software soll Photovoltaik, Speicher und die Anlagen von 2G in Echtzeit steuern.

Das Photovoltaik-Unternehmen 1Komma5° will zukünftig mit 2G Energy AG zusammenarbeiten. 2G Energy AG eine Hersteller von Systemen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Gas-to-Power-Anlagen. Das gemeinsame Ziel: Rechenzentren und Industrie zuverlässig mit günstigem und sauberem Strom und auch mit thermischer Energie zu versorgen So wollen die Unternehmen beitragen, den Ausbau der KI-Infrastruktur in Deutschland und Europa voranzutreiben.

Große KI-Rechenzentren werden in Zukunft eine Leistung von mehreren hundert Megawatt erreichen. Das entspricht dem Bedarf einer Großstadt wie Hannover oder Kopenhagen. Gleichzeitig blockieren überlastete Stromnetze, regionale Engpässe, fehlende Netzanschlüsse und steigende Energiekosten den Ausbau neuer Rechenzentren. Die Kooperation von 1Komma5° und 2G Energy setzt an diesem Engpass an: Bei der On-Site-Stromversorgung entsteht der Strom auch netzunabhängig am KI-Rechenzentrum.

Mit der Partnerschaft öffnet 1Komma5° sein Energiemanagementsystem Heartbeat AI über das bestehende B2C- und B2B-Geschäft hinaus für Rechenzentren, Industrie und Mittelstand. Heartbeat AI soll Gasmotoren, lokale Photovoltaik-Erzeugung, Speicher, schwankende Börsenpreise und den Bedarf der angeschlossenen Rechenzentren in Echtzeit steuern. Betreiber sollen dadurch ihre Stromkosten deutlich senken können. Zudem soll das vorhandene Netzanschlüsse besser auslasten und so weniger neue Netzanschlussleistung benötigen.

Im Vergleich zu klassischen Gasturbinen erreichen die Anlagen von 2G einen konstant hohen elektrischen Wirkungsgrad. Durch die zusätzliche Nutzung der entstehenden Wärme sind Gesamtwirkungsgrade von über 90 Prozent möglich. Zudem kann man die Anlagen bereits heute flexibel mit grünen Gasen wie Biogas, Biomethan oder Wasserstoff betreiben. Die Energieanlagen von 2G sollen erneuerbare Energien ergänzen, wo zusätzliche Leistung benötigt wird. Ganz gleich ob als Dauerlast oder zur Spitzenlastabdeckung.

Die Zusammenarbeit der Unternehmen soll für Betreiber von Rechenzentren nicht nur Kosten, sondern auch die Komplexität der Projekte reduzieren. Wo die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind, sollen zusätzlich Photovoltaik-Anlage und Stromspeicher von 1Komma5° zum Einsatz kommen.

Quelle: 1Komma5° | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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