Ritter XL Solar baut in Erkrath größte Solarthermieanlage in NRW

Montage eines Vakuumröhrenkollektors am grünen Hang.Foto: Ritter XL Solar
Montage des ersten Vokuumröhrenkollektors in Erkrath.
In der NRW-Kommune Erkrath bei Düsseldorf ist aktuell die größte Solarthermieanlage des Bundeslandes in Bau. Die Leistung gibt Entwickler Ritter mit sieben Megawatt an.

Ritter XL Solar errichtet in Erkrath (Kreis Mettmann) eine Solarthermieanlage mit sieben Megawatt Leistung. Wie das Unternehmen mitteilte, ist die Anlage die größte in Nordrhein-Westfalen. Sie soll ab 2027 jährlich rund sechs Millionen Kilowattstunden Wärme in das Fernwärmenetz Erkrath-Hochdahl einspeisen.

Die Stadtwerke Erkrath sind Auftraggeber und Betreiber des Projekts. Die Anlage soll im Sommer bis zu 40 Prozent des Wärmebedarfs des gesamten Fernwärmenetzes decken. Die Solarthemen berichten in ihrer aktuellen Ausgabe der Energiekommune über das Projekt.

Auf dem rund 2,5 Hektar großen Gelände Am Mühlenkamp installieren die Bauarbeiter derzeit 987 Kollektoren. Die Bruttokollektorfläche beträgt insgesamt 12.956 Quadratmeter.

Bei den Modulen handelt es sich um CPC-Vakuumröhrenkollektoren XXL 19/131 von Ritter XL Solar. Nach Angaben des Unternehmens nutzen CPC-Spiegel 91 Prozent der Bruttokollektorfläche als optisch aktive Fläche (Aperturfläche).

Kollektoren: Wasser ohne Frostschutz

Für die Wärmeleitung verwenden die Kollektoren laut Hersteller reines Wasser ohne chemischen Frostschutz. Das soll Umweltbelastungen durch austretende Flüssigkeit bei Leckagen oder Wartungsarbeiten vermeiden. Mit einer Bruttokollektorfläche von 13,1 Quadratmetern je Kollektor benötigen sie weniger Einzelmodule.

Ein Technikgebäude entsteht ebenfalls auf dem Gelände. Es soll Pumpen sowie die Steuerungs- und Regelungstechnik aufnehmen. Zusätzlich bauen die Projektbeteiligten einen Wärmespeicher mit 150 Kubikmetern Kapazität. Dieser soll Wärmeangebot und -bedarf automatisch ausgleichen.

Die Erkrather Anlage ist ein Beispiel dafür, dass Kommunen Solarthermie in der Fernwärme deutschlandweit ausbauen. Gleichzeitig betonen Experten, dass das Potenzial noch deutlich höher ist.

Der für Planung und Bauausführung verantwortliche Projektingenieur bei Ritter XL Solar, Bram Lernout, bewertet den bisherigen Fortschritt positiv: „Es geht gut voran!“

Das Projekt gehört zum Transformationsplan der Stadtwerke Erkrath. Dieser sieht nach Angaben des Versorgers eine schrittweise Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes vor. Das Projekt zeige nach Auskunft des Versorgers, wie erneuerbare Energien ganz konkret vor Ort eingesetzt werden können.

Die Stadtwerke sähen in dem Vorhaben einen konkreten Einsatz erneuerbarer Energien vor Ort. Zudem soll die Kollektorfläche nur minimal versiegelt und künftig mit regionalen Blühpflanzen gestaltet werden. Das soll die Biodiversität fördern.

Quelle: Ritter XL | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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