Rinovasol sucht Fremdkapital für Wachstum im Solarrecycling

Portrait des Rinovasol-CEO Josef GmeinerFoto: Rinovasol
Portrait des Rinovasol-CEO Josef Gmeiner
Das deutsche Recyclingunternehmen Rinovasol bieten Investoren für Nachrangdarlehnen sieben Prozent Zinsen an. Der Spezialist will das Fremdkapital für weiteres Wachstum nutzen.

Das Weidener Industrieunternehmen Rinovasol sucht Fremdkapital für das Solarrecycling. Damit will die Firma dem wachsenden Materialströmen an gebrauchten Solarmodulen begegnen. Um die weltweiten Klimaziele zu erreichen, würden Millionen von Solarmodulen benötigt, sagt Josef Gmeiner, Geschäftsführer von Rinovasol. Das Unternehmen habe sich darauf spezialisiert, gebrauchte Solar- und Photovoltaikpaneele aufzuarbeiten beziehungsweise zu recyceln. Neue Lösungen seien notwendig, um den Bedarf an hochwertigen Solarmodulen dauerhaft zu decken und um gigantische Mengen an Müll zu vermeiden.

Die Sanierung der Module ist eine kostengünstige und ökologisch sinnvolle Alternative zum Schrottplatz. Denn 96,3 Prozent der gelieferten Module können aufbereitet und dem Markt wieder zugeführt werden. Bislang hat Rinovasol bereits knapp eine Million Module aufgearbeitet beziehungsweise recycelt.

Ausbau vor allem beim Refurbishing

Rinovasol ist Markt- und Technologieführer in diesem Segment und hat sich nun für Investoren geöffnet, die an der Mission und der Geschichte des Unternehmens teilhaben wollen. Dafür kooperiert Rinovasol mit der digitalen Anlage- und Finanzierungplattform Innovestment. Private Anlegerinnen und Anleger können ferner zwischen 500 Euro und 25.000 Euro in den Ausbau der Produktion in Form eines nachrangingen Darlehens investieren. Unternehmen können auch größere Beträge leisten. Die Vermögensanlage läuft zudem bis 31. Dezember 2023. Die Zinsen liegen bei sieben Prozent jährlich und werden vierteljährlich ausgezahlt. Die Geldanlage ist von den allgemeinen Bewegungen am Kapitalmarkt unabhängig und als Sachwertinvestment in ein unternehmerisches Projekt weitgehend inflationsgeschützt.

„Das Emissionsvolumen beträgt 500.000 Euro und ist bereits weitgehend gezeichnet. Das große Interesse zeigt uns, dass die Anleger genau solche Zugänge und Anlagemöglichkeiten suchen und sich dezidiert nachhaltig betätigen wollen. Diese Chancen wollen wir bieten und nutzen das Kapital für unsere Expansion. Wir wollen unter anderem gezielt die eigenen Linien und Kapazitäten vor allem im Refurbishing von gebrauchten Solarmodulen ausbauen“, betont der COO der Rinovasol, Toralf Nitsch.

28.4.2021 | Quelle: Rinovasol | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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