SoliTek modernisiert Solarmodulfabrik in Litauen
Foto: SoliTekDas litauische Unternehmen SoliTek hat seine Solarmodulfabrik in Litauen mit neuer Technologie modernisiert. Wie das Unternehmen mitteilte, produziere eine im vergangenen Winter in Betrieb genommene neue Fertigungslinie nun mit voller Kapazität. Damit steht eine weitere Solarmodulfabrik für potenzielle “made in Europe”-Produkte zur Verfügung.
Der zentrale Treiber der Modernisierung war der Übergang von teilautomatisierten zu vollständig automatisierten Prozessen in entscheidenden Montageschritten. Durch die Integration einer vollautomatischen Rahmenstation sowie von Autobussing-Anlagen habe SoliTek manuelle Eingriffe deutlich reduzieren können. Das sorge für konstante Taktzeiten und eliminiere menschlich bedingte Abweichungen.
Das automatisierte System nutze ferner hochpräzise Bildverarbeitung und gleichmäßige thermische Verbindungen, was die langfristige Haltbarkeit der Module verbessere. Gleichzeitig ermögliche dieser Ansatz eine präzisere Prozesskontrolle und hohe Reproduzierbarkeit über alle Produktionschargen hinweg.
Eigene Schneideanlage für Solarzellen
Ein weiterer technologischer Fortschritt sei die Umstellung von extern bezogenen, vorgeschnittenen Zellen auf eine integrierte Laser-Schneideanlage im eigenen Haus. Dadurch behalte SoliTek die vollständige Kontrolle über den Schneideprozess. Die interne Laserbearbeitung reduziere das Risiko von Mikrorissen, die häufig beim Transport vorbearbeiteter Zellen entstehen.
Die Produktionslinie sei nun speziell auf das branchenübliche G12R-Zellformat ausgelegt. Die rechteckige Form dieser Zellen sorge für eine höhere Packungsdichte im Modul. Das vergrößere die aktive Fläche und führe zu einer höheren Leistung im Vergleich zu klassischen quadratischen Wafern.
Neben Qualitätsverbesserungen trage der Vollbetrieb der neuen Linie auch zur Optimierung der „Kosten pro Watt“ bei. Und zwar durch die Erhöhung der Produktionsgeschwindigkeit und die Reduzierung manueller Arbeit. Die Präzision der neuen Anlagen sorge ferner für verminderte Materialverlusten durch geringere Bruchraten und optimierte Schneidprozesse.
Produktion von 455 und 510 Watt-Modulen
Die Fertigung sei zu 100 Prozent ausgelastet und sichere die Produktion der kürzlich eingeführten Hochleistungsmodule. Diese erreichten Leistungen von bis zu 455 W für Wohngebäude und bis zu 510 W für gewerbliche und industrielle Anwendungen.
Im Rahmen dieses Portfolios setze SoliTek verstärkt auf teilvorgespanntes Glas (TVG). Dieses Material zeichne sich durch ein optimiertes Bruchbild aus und erfülle damit die hohen Sicherheitsanforderungen für Überkopf-Installationen, wie sie besonders im deutschen Markt gefordert werden.
Quelle: SoliTek | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH