Photovoltaik: SMA meldet im ersten Quartal 2026 Umsatzzuwachs
Foto: SMA Solar Technology AGDer Photovoltaik-Wechselrichterspezialist SMA Solar Technology hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 den Konzernumsatz um 4 Prozent auf 340,9 Millionen Euro gesteigert. Während die Großanlagensparte Division Large Scale & Project Solutions mit 279,5 Millionen Euro einen Umsatz auf Vorjahresniveau verzeichnete, konnte die Sparte für Privatanlagen und gewerbliche Photovoltaik-Anlagen um 27,4 Prozent auf 61,4 Millionen Euro zulegen.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) ohne Sondereffekte, die vorrangig der Division Home & Business Solutions zuzuordnen sind, erhöhte sich um 67,3 Prozent und auf 24,6 Millionen Euro (1. Quartal 2025: 14,7 Millionen Euro). Das berichtete EBITDA nach Berücksichtigung aller Sondereffekte stieg auf 26,1 Millionen Euro. Diese betrafen unter anderem die Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte im Rahmen einer gezielten Verkaufsmaßnahme, sowie Auflösungen von Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen. Darüber hinaus wirkte sich eine Provisionszahlung für ein Projekt im Rahmen der Transformation in Höhe von 2,0 Millionen Euro negativ auf das Ergebnis aus. Das Vorjahr war durch eine Schadensausgleichzahlung in Höhe eines hohen einstelligen Millionenbetrags positiv beeinflusst.
Konzernergebnis leicht im Minus
Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) lag im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 mit 13,3 Millionen Euro leicht über dem Vorjahr (1. Quartal 2025: 11,4 Millionen Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 3,9 Prozent (1. Quartal 2025: 3,5 Prozent). Das durch latente Steueraufwendungen beeinflusste Konzernergebnis betrug −1,6 Millionen Euro (1. Quartal 2025: 5,5 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie lag bei −0,05 Euro (1. Quartal 2025: 0,16 Euro).
Zum 31. März 2026 lag der Auftragsbestand bei 1.414,5 Millionen Euro (31. März 2025: 1.293,9 Millionen Euro). Der Bestand betrifft überwiegend die Division Large Scale & Project Solutions einschließlich Aufträge für Batteriespeicherprojekte der Altenso GmbH. Mit 1.082,6 Millionen Euro entfallen dabei drei Viertel auf das Produktgeschäft (31. März 2025: 972,1 Millionen Euro).
„Die Umsetzung unseres Restrukturierungs- und Transformationsprogramms zeigt bereits im ersten Quartal klare Fortschritte. Die Division Home & Business Solutions konnte ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich verbessern. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt bei den Zubauraten für Heim- und Gewerbeanlagen ist seit März eine Stabilisierung der Nachfrage erkennbar. Wir werten dies derzeit als erste Anzeichen einer Trendwende“, sagt Jürgen Reinert, Vorstandsvorsitzender SMA.
Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten beobachten laut SMA einige der Kunden eine erhöhte Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen im Privatsektor und Gewerbe. Derzeit sei jedoch noch nicht absehbar, ob dieser Nachfrageeffekt einen nachhaltigen Einfluss auf die Umsatzentwicklung der Division HBS haben wird. „In der Division Large Scale & Project Solutions erwarten wir aufgrund der gut gefüllten Projektpipeline und der geplanten Umsetzung wesentlicher Projekte im weiteren Jahresverlauf eine stärkere Umsatzentwicklung in der zweiten Jahreshälfte“, sagt Kaveh Rouhi, Finanzvorstand SMA.
Prognose für das SMA-Geschäftsjahr 2026
Vor dem Hintergrund der bisherigen Geschäftsentwicklung konkretisiert der SMA-Vorstand die am 3. März 2026 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2026. Er geht nun davon aus, einen Umsatz und ein EBITDA jeweils im oberen Drittel der prognostizierten Bandbreiten Euro zu erreichen. Die Umsatz-bandbreite gibt SMA mit 1.475 bis 1.675 Millionen Euro an. Beim EBITDA sind es 50 bis 180 Millionen. Die Konkretisierung beinhaltet auch potenzielle Rückerstattungen im Zusammenhang mit den als rechtswidrig eingestuften IEEPA-Zöllen.
Quelle: SMA | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH