Stadtwerke Stuttgart bauen Wasserstoff-Pipeline

Ein Mann schweißt eine Stahlleitung, Stadtwerke Stuttgart bauen Wasserstoff-Pipeline für Green Hydrogen Hub.Foto: Stadtwerke Stuttgart
Die Wasserstoff-Pipeline der Stadtwerke Stuttgart soll im ersten Schritt auf einer Länge von rund vier Kilometern entlang des Neckars führen.
Der Green Hydrogen Hub am Hafen in Stuttgart-Wangen soll im Endausbau bis zu 1.200 Tonnen hochreinen grünen Wasserstoff pro Jahr erzeugen. Nun begannen Bauarbeiten für eine Pipeline zu den potenziellen Abnehmern des Wasserstoffs.

Tonnenschwere Baumaschinen sind im Stadtbezirk Stuttgart-Wangen am Start. Sie markieren den Bau der Wasserstoff-Pipeline, einem wesentlichen Modul des Stuttgarter Wasserstoffprojekts. Es besteht aus einem Hub am Hafen in Stuttgart-Wangen, in dem man grünen Wasserstoff produzieren will. Weiterer Bestandteil ist die Pipeline für den Transport zu potenziellen Kunden, die die Stadtwerke Stuttgart im ersten Schritt auf einer Länge von rund vier Kilometern entlang des Neckars bauen. Nun heißt es: Trassierung, Grabenbau, Verlegen und Verfüllen im Akkord. Denn innerhalb von nur einem Jahr sollen die Pipeline-Bauarbeiten in den Stadtbezirken Wangen, Hedelfingen und Ost abgeschlossen sein. „Mit der neuen Pipeline schaffen wir die notwendige Infrastruktur für die Verteilung unseres grünen hochreinen Wasserstoffs, der am Green Hydrogen Hub produziert wird“, sagt Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart.

Leerrohre beim Wasserstoff-Pipeline-Bau für Hochspannungskabel

Die Stuttgart Netze GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Stuttgart, nutzt die Tiefbauarbeiten, um gleichzeitig Leerrohre für neue Hochspannungskabel (110 Kilovolt) in der Pipeline-Trasse zu verlegen. Über 110-kV-Kabel sind große Industrieanlagen an das Versorgungsnetz angeschlossen. „Als Netzbetreiber sorgen wir dafür, dass die Stromversorgung für alle Kundengruppen langfristig sicher funktioniert und fit ist für die Anforderungen der Energiewende“, sagt Marlies Hummel-Dietz, Kaufmännische Geschäftsführerin der Stuttgart Netze. „Durch die koordinierten Arbeiten heben wir Synergien, die Kosten sparen und die Beeinträchtigungen für Anrainer und den Verkehr deutlich verkürzen.“

Partner forcieren Wasserstoffproduktion in der Region

Die H2 GeNeSiS-Pipeline ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke Stuttgart (SWS), der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, der Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co. KG, des Steinbeis-Innovationszentrums energieeffiziente und emissionsfreie Technologien und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung BW. Sie ist außerdem ein entscheidender Bestandteil des Green Hydrogen Hubs Stuttgart im Stuttgarter Hafen. Sie ist außerdem ein entscheidender Bestandteil des Green Hydrogen Hubs Stuttgart im Stuttgarter Hafen.

Der Green Hydrogen Hub erzeugt im Endausbau bis zu 1.200 Tonnen hochreinen grünen Wasserstoff pro Jahr. Die Verteilung erfolgt über die neue Pipeline direkt zu angeschlossenen Abnehmerinnen und Abnehmern, alternativ via Trailer über die Straße. Der produzierte Wasserstoff ist gemäß Renewable Fuels of Non-Biological Origin (RFNBO) zertifiziert. Für die Wasserstoffproduktion will man ausschließlich Sonnen- und Windstrom verwenden. Die Wasserstoffprojekte der Stadtwerke Stuttgart erhalten EFRE-Mittel der Europäischen Union und Förderung vom Land Baden-Württemberg und vom Verband Region Stuttgart.

Quelle: Stadtwerke Stuttgart | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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