Solarface: EU-Entwicklung für innovative Solarzellen-Verkapselung
Foto: ReclaimPVDie EU fördert mit dem ReclaimPV-Projekt die patentgeschützte Entwicklung einer neuen Technologie zur Verkapselung von Solarzellen als Alternative zu Glas. Die Technologie trägt den Namen Solarface. Wie die Projektpartner mitteilten, geht es darum, hocheffiziente Solarzellen direkt in ein leichtes Verbundmaterial einzubetten.
Aufbauend auf weiteren EU-finanzierten Projekten will die Technologie Verbundwerkstoffe entwickeln und einsetzen für leichte, leistungsstarke und kostengünstige PV-Module “made in Europe”. Sie sollen als Massenmodule für Dächer und Balkone als auch für Spezialanwendungen wie gebäudeintegrierte PV und Agri-PV dienen.
Zu den Partnern des Projektes zählt der Osnabrücker PV-Leichtbau-Spezialist OsnatechSolar. Das Unternehmen ist unter anderem auf Leichtmodule ohne Glas spezialisiert. Die Leitung des Vorhabens liegt beim spanischen Forschungsunternehmen Tecnalia, das die Technologie zusammen mit dem Industrieunternehmen Branka entwickelt habe. Für die Kommerzalisierung ist der PV-Spezialist Izpitek aus der Nähe von Bilbao verantwortlich.
Das unter dem Forschungsprogramm Horizon laufende Projekt soll Produktqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Solarface-Technologie verbessern, etwa indem es bisher existierende Engpässe beseitigen will. Dazu zählt die Optimierung der Fertigungsprozesse.
Hintergrund des Vorhabens, ist der „Net-Zero Industry Act“ der EU. Darin definiert die Gemeinschaft Schlüsseltechnologien, bei denen die EU eine substanzielle Fertigung auf eigenem Boden anstrebt. Dazu zählt auch die Photovoltaik. So will die EU in der Lage sein, bis 2030 mindestens 40 Prozent der Technologie selber produzieren zu können.
Quelle: ReclaimPV | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH